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The International Politics of Intelligence Sharing
Der grenzüberschreitende Austausch von nachrichtendienstlichen Erkenntnissen ist von grundlegender Bedeutung für die Schaffung und Erhaltung von Sicherheit und Stabilität.
Die amerikanische Invasion im Irak im Jahr 2003 basierte zum Teil auf fehlerhaften nachrichtendienstlichen Erkenntnissen, und die derzeitigen Bemühungen zur Bekämpfung von Al-Qaida wären ohne den Informationsaustausch zwischen Großbritannien, Pakistan, Indonesien und den Vereinigten Staaten nicht möglich. Obwohl der Austausch von Informationen für die nationale Sicherheit und politische Kampagnen von entscheidender Bedeutung ist, kann er auch ein Minenfeld der Manipulation und des Manövrierens sein, insbesondere wenn die Geheimhaltung eine unabhängige Überprüfung der Quellen unmöglich macht.
In The International Politics of Intelligence Sharing stellt James Igoe Walsh neue Strategien zur Sicherung zuverlässigerer Informationen vor. Sein Ansatz sieht vor, dass Staaten, die Informationen suchen, die Kontrolle über die nachrichtendienstlichen Bemühungen anderer Staaten übernehmen. Diesem hierarchischen Rahmen zufolge schließen die Staaten regelmäßig Vereinbarungen, in denen eine Macht die Informationsbeschaffungsaktivitäten einer anderen Macht direkt überwacht und entsprechend handelt - ein strafferer Ansatz, der die Verbreitung falscher "Geheimnisse" verhindert.
Bei der Entwicklung dieser Strategie stützt sich Walsh auf neuere Theorien zur internationalen Zusammenarbeit und wertet sowohl historische als auch aktuelle Fallstudien zum Austausch von Informationen aus. Leser, die sich für nachrichtendienstliche Angelegenheiten interessieren, kommen an diesem dringenden, zeitgemäßen und evidenzbasierten Buch nicht vorbei.