
Tunisia's International Relations since the 'Arab Spring': Transition Inside and Out
Als Ende 2010 die Proteste in Tunesien begannen, ahnten nur wenige, welche Auswirkungen diese Ereignisse auf die gesamte arabische Region haben würden. In den folgenden Jahren erlebte diese Region tiefgreifende Veränderungen, zunehmende Spaltungen und sogar scheiternde Staaten. In der Zwischenzeit gelang es Tunesien, sich als neue Demokratie zu behaupten. Wie hat dieses kleine Land den demokratischen Übergang in so kurzer Zeit geschafft? Und welche Auswirkungen hatte dies auf seine Außenpolitik und seine Rolle in der internationalen Politik?
In diesem Buch wird der Übergang in Tunesien aus vier Blickwinkeln betrachtet: Das tunesische Staatswesen und die tunesische Politik, die den Rahmen für die Außenpolitik des Landes seit dem "Arabischen Frühling" bilden.
Bilaterale Beziehungen vor und nach dem "Arabischen Frühling".
Das tunesische Engagement in internationalen Organisationen und deren Präsenz in Tunesien.
und transnationale Fragen in Tunesien. Das Buch stützt sich auf ein breites Spektrum von Primärquellen, darunter eigenes Interviewmaterial der Autoren mit Politikern und Vertretern der Zivilgesellschaft und internationaler NGOs, die am Übergangsprozess beteiligt waren, und zeigt, dass sich Tunesien seit 2011 nicht nur innenpolitisch, sondern auch auf der Ebene der Außenbeziehungen grundlegend weiterentwickelt hat. Neue und alte Allianzen, eine Ausweitung der Beziehungen und ein neues Engagement der Zivilgesellschaft und Tunesiens in internationalen Organisationen belegen, dass Tunesien das Potenzial hat, sowohl regional als auch international eine zunehmend wichtige Rolle zu spielen.
Das Buch bietet ein umfassendes Bild der veränderten Rolle Tunesiens und des erfolgreichen Übergangs von einer Autokratie zu einer Demokratie und ermöglicht es Studenten und Wissenschaftlern, das "letzte noch verbliebene Land" besser zu verstehen, ein Land, das sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik nicht unterschätzt werden sollte, weil es so vielversprechend ist.