Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte und eingehende Studie über die Inquisition, wobei der Schwerpunkt auf der italienischen Inquisition liegt. Es bietet zwar gründliche historische Einblicke und berichtigt gängige Missverständnisse, aber einige Leser finden es zu knapp und es fehlt an einer ausführlichen Behandlung bestimmter Themen, insbesondere der Judenverfolgung. Trotz einiger Kritikpunkte an Format und Umfang wird das Buch als wertvolle Quelle für Historiker und Geschichtsinteressierte angesehen.
Vorteile:Detaillierter und tiefgehender Blick auf die Inquisition, deckt weniger bekannte Aspekte der italienischen Inquisition ab, bietet gründliche historische Einblicke, verwendet Primärquellen, korrigiert häufige Missverständnisse, empfohlen für Historiker und Geschichtsliebhaber.
Nachteile:Einige Leser finden das Buch zu knapp und vermissen eine ausführliche Darstellung der Judenverfolgung, es wird eher als Lehrbuch denn als umfassendes wissenschaftliches Werk betrachtet, es fehlt an aktualisiertem redaktionellem Inhalt, es wird als trockene Lektüre empfunden, es ist teuer für den Umfang des Inhalts.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Italian Inquisition
Die italienische Inquisition oder das Heilige Offizium wurde 1542 gegründet, teilweise angeregt durch die früheren spanischen Operationen. Die "schwarze Legende" Spaniens beeinflusste zweifellos die Meinung über die Inquisition in Italien, doch wie dieses bahnbrechende Buch zeigt, gab es erhebliche Unterschiede zwischen ihren Operationen, Zielen und Opfern.
In dieser neuen Geschichte der italienischen Inquisition zeichnet Christopher Black nach, wie sich die Inquisition vom Zentrum bis zu den einzelnen Orten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts veränderte und entwickelte. Auf einer Reise durch ganz Italien deckt Black das Vorgehen der Inquisition von der Denunziation bis zur Bestrafung auf.
Er betrachtet die unterschiedlichen Ziele der Inquisition, von religiösen Dissidenten, Magiern und "lebenden Heiligen" bis hin zu Versuchen der Zensur volkstümlicher Bibeln, ausschweifender Literatur und neuer Philosophien, die sowohl Giordano Bruno als auch Galilei vor Gericht brachten. Black zeichnet auch das schwerfällige System der Inquisition mit seinen Befehlen, Überwachungen und Maßnahmen nach und enthüllt ihre Rolle als eine überraschend zugängliche Regulierungsbehörde, die innerhalb von Gemeinschaften arbeitete.
Blacks akribisches und lohnenswertes Buch zeigt anhand eindrucksvoller Einzelfälle, wie diese berühmte und oft berüchtigte Institution die religiöse und soziale Welt Italiens prägte. Christopher Black ist Professor für Geschichte an der Universität von Glasgow.
Zu seinen früheren Büchern gehören 'Early Modern Italy: A Social History" und "Church, Religion and Society in Early Modern Italy".