Bewertung:

Die Jakarta-Methode von Vincent Bevins ist eine umfassende Untersuchung der US-Außenpolitik und ihrer Folgen in Indonesien während des Kalten Krieges, insbesondere des Massakers von 1965. Das Buch untersucht akribisch die historischen Ereignisse durch erschöpfende Recherchen und persönliche Erzählungen und zeigt auf, wie die Interventionen der USA die Politik der Dritten Welt geprägt haben. Während das Buch für seine Tiefe und Zugänglichkeit gelobt wird, beziehen sich einige Kritikpunkte auf vermeintliche Voreingenommenheit, Ungenauigkeiten und eine zu starke Vereinfachung komplexer historischer Erzählungen.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und fesselnd geschrieben, so dass es für die Leser zugänglich ist.
⬤ Bietet tiefe Einblicke in den Neokolonialismus und die Außenpolitik der USA.
⬤ Enthält persönliche Erzählungen, die historische Ereignisse vermenschlichen.
⬤ Hinterfragt gängige Vorstellungen über den Kalten Krieg.
⬤ Bietet einen gründlichen historischen Kontext und Verbindungen zu anderen globalen Ereignissen.
⬤ Betont die Auswirkungen der US-Aktionen in Indonesien und anderswo und liefert ein überzeugendes Argument.
⬤ Einige Leser finden das Buch voreingenommen oder übermäßig parteiisch.
⬤ Kritik an der historischen Genauigkeit in Bezug auf bestimmte Fakten und Behauptungen.
⬤ Vorwürfe der Sensationslust oder zu vereinfachter Ansichten über komplexe geopolitische Themen.
⬤ Bedenken hinsichtlich der Darstellung von Ereignissen, die in erster Linie auf den Einfluss der USA zurückzuführen sind und möglicherweise andere Faktoren vernachlässigen.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass der Bericht keine ausreichenden Beweise zur Untermauerung wichtiger Behauptungen enthält.
(basierend auf 155 Leserbewertungen)
The Jakarta Method: Washington's Anticommunist Crusade and the Mass Murder Program That Shaped Our World
Die verborgene Geschichte des mutwilligen Gemetzels - in Indonesien, Lateinamerika und auf der ganzen Welt -, das von den Vereinigten Staaten unterstützt wurde. 1965 unterstützte die US-Regierung das indonesische Militär bei der Tötung von etwa einer Million unschuldiger Zivilisten. Dies war einer der wichtigsten Wendepunkte des 20.
Jahrhunderts, der die größte kommunistische Partei außerhalb Chinas und der Sowjetunion ausschaltete und Nachahmungsterrorprogramme in fernen Ländern wie Brasilien und Chile inspirierte. Doch gerade weil die geheimen Interventionen der CIA so erfolgreich waren, werden diese Ereignisse nach wie vor weitgehend übersehen. In dieser kühnen und umfassenden neuen Geschichte baut Vincent Bevins auf seinen prägnanten Berichten für die Washington Post auf und verwendet kürzlich freigegebene Dokumente, Archivrecherchen und Augenzeugenberichte aus zwölf Ländern, um ein schockierendes Vermächtnis zu enthüllen, das den ganzen Globus umspannt.
Jahrzehntelang hat man geglaubt, dass Teile der Entwicklungsländer friedlich in das von den USA geführte kapitalistische System übergingen. Die Jakarta-Methode zeigt, dass die brutale Ausrottung unbewaffneter Linker ein wesentlicher Bestandteil von Washingtons letztem Triumph im Kalten Krieg war.