Bewertung:

Das Buch bietet eine zum Nachdenken anregende Untersuchung der Wirtschaftspolitik und der Einkommensungleichheit und stellt die gängigen Wahrnehmungen und die Finanzrhetorik in Frage. Obwohl es wertvolle Einblicke und empirische Belege für seine Behauptungen liefert, empfinden einige Leser die Fachsprache und die Komplexität des Inhalts als Hindernis für das Verständnis. Die Wiederholung von Schlüsselkonzepten ist ebenfalls ein Streitpunkt, wobei einige dies zur Verdeutlichung schätzen, während andere es als übertrieben empfinden.
Vorteile:⬤ Hervorragende Einsichten und neue Perspektiven zu wirtschaftlichen Themen.
⬤ Nachdenklich stimmende Argumente, die konventionelle Weisheiten in Frage stellen.
⬤ Bietet eine gut organisierte Diskussion über Wirtschaftspolitik und Ungleichheit.
⬤ Empirisch gestützte Behauptungen und umfangreiche Verweise für weitere Untersuchungen.
⬤ Fördert das Verständnis der Leser für die komplexen Zusammenhänge der Wirtschaft.
⬤ Komplizierte und technische Sprache kann für Laien schwer verständlich sein.
⬤ Übermäßige Wiederholungen von Schlüsselsätzen verärgern einige Leser.
⬤ Einige Kritiker behaupten, das Buch sei schlecht geschrieben, was es schwer macht, ihm zu folgen.
⬤ Einige politische Vorschläge erscheinen schwach oder unrealistisch.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass der Text als unangemessene Propaganda dienen könnte.
(basierend auf 61 Leserbewertungen)
The Upside of Inequality: How Good Intentions Undermine the Middle Class
Die Geißel der amerikanischen Wirtschaft ist nicht der Erfolg der 1 Prozent - ganz im Gegenteil. Das eigentliche Problem ist der gut gemeinte, aber fehlgeleitete Versuch der Regierung, die Auszahlungen für den Erfolg zu verringern.
Vor vier Jahren schrieb Edward Conard einen umstrittenen Bestseller mit dem Titel Unintended Consequences (Unbeabsichtigte Folgen), der die Finanzkrise von 2008 richtigstellte und erklärte, warum sich das Wachstum in den USA im Vergleich zu anderen Hochlohnländern beschleunigte. Er warnte davor, dass eine lockere Geldpolitik weder Wachstum noch Inflation erzeugen würde, dass eine expansive Fiskalpolitik keinen dauerhaften Nutzen für das Wachstum nach der Krise haben würde und dass unkluge Versuche, das Bankwesen auf der Grundlage unangebrachter Schuldzuweisungen zu zügeln, eine bereits schwache Erholung verlangsamen würden. Leider hatte er Recht.
Jetzt ist er mit einem weiteren provokanten Argument zurück: dass unsere derzeitige Besessenheit von der Einkommensungleichheit fehlgeleitet ist und das Wachstum nur weiter verlangsamen wird.
Auf der Grundlage einer faktenbasierten Logik zeigt Conard die Auswirkungen einer Wirtschaft auf, die heute sowohl durch ihre Risikofähigkeit als auch durch einen Mangel an gut ausgebildeten Talenten eingeschränkt ist - und nicht mehr durch Arbeit oder Kapital, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Er nutzt diese neue Perspektive, um die Schlussfolgerungen liberaler Ökonomen wie Larry Summers und Joseph Stiglitz und die Mythen des "Crony Capitalism" im Allgemeinen in Frage zu stellen.
Stattdessen argumentiert er, dass der wachsende Reichtum der meisten erfolgreichen Amerikaner nicht die Schuld an den stagnierenden Einkommen der Mittel- und Arbeiterklasse trägt. Wenn überhaupt, dann hat der Erfolg der 1 Prozent einen Aufwärtsdruck auf Beschäftigung und Löhne ausgeübt.
Conard argumentiert, dass hohe Erfolgsprämien Talente dazu motivieren, sich ausbilden zu lassen und Risiken einzugehen, die die Wachstumsbeschränkungen allmählich lockern. Gut gemeinte Versuche, die Ungleichheit durch Umverteilung zu verringern, machen diese Anreize zunichte und schaden nicht nur den 1 Prozent, sondern auch allen anderen.
Conard skizziert einen Plan zur Steigerung der Löhne der Mittel- und Arbeiterklasse in einer Wirtschaft mit einem nahezu unendlichen Angebot an Arbeitskräften, die sich von kapitalintensiven Produktionsbereichen auf wissensintensive, innovationsgetriebene Bereiche verlagert. Er fordert uns auf, nicht länger den Erfolg der 1 Prozent für das langsame Lohnwachstum verantwortlich zu machen, sondern die Vorteile der Ungleichheit zu nutzen: schnelleres Wachstum und mehr Wohlstand für alle.