Bewertung:

Das Buch ist eine tiefgreifende Analyse der Musik von Ray Davies und ihres sozialen Kontextes während der Nachkriegszeit in Großbritannien, wobei der Schwerpunkt auf der Zeit von 1965 bis 1971 liegt. Obwohl es wertvolle Einblicke und historische Perspektiven bietet, ist es keine Biografie oder ein traditioneller Überblick über die Musik, was Leser, die dies erwarten, enttäuschen könnte. Der Schreibstil ist akademisch, aber zugänglich, auch wenn einige Leser ihn manchmal als zu detailliert oder tangential empfinden.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und mit reichhaltigem kulturellem und sozialem Kontext
⬤ fesselnder Schreibstil
⬤ nicht nur eine Biografie, sondern ein tiefes Eintauchen in die Themen der Musik der Kinks
⬤ besonders gute Diskussionen über bestimmte Alben und kulturelle Einflüsse.
⬤ Keine vollständige Biografie der Kinks
⬤ einige Leser finden, dass es sich zu sehr auf breitere gesellschaftliche Themen konzentriert und zu tangential ist
⬤ enthält einige sachliche Fehler und eine zu komplexe Sprache, die Gelegenheitsleser abschrecken könnte
⬤ könnte für diejenigen frustrierend sein, die einen einfachen Überblick über die Musik der Kinks erwarten.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
The Kinks: Songs of the Semi-Detached
Von allen großen britischen Rockbands, die in den 1960er Jahren entstanden sind, hatte keine ein stärkeres Heimatgefühl als die Kinks.
Sie werden oft als archetypische englische Band bezeichnet und waren vor allem eine Band der Arbeiterklasse mit einer tiefen Verbundenheit zu London, insbesondere zu dem Vorstadtviertel im Norden Londons, in dem die meisten Mitglieder aufwuchsen. In dieser aufschlussreichen Studie untersucht Mark Doyle die Beziehung zwischen den Kinks und ihrer Stadt, von ihren frühen Liedern über die Rebellion der Teenager bis hin zu ihren späteren sozialkritischen Werken in Albumlänge, und bietet damit eine einzigartige Perspektive auf die Art und Weise, wie die Band auf die sich wandelnde Natur des Lebens der Arbeiterklasse reagierte.
Dabei findet er faszinierende und manchmal überraschende Verbindungen zu so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Edmund Burke, John Clare, Charles Dickens und der Covent Garden Community Association. Dies ist mehr als nur ein Buch über die Kinks, es ist ein Buch über eine Stadt, eine Nation und eine soziale Schicht, die eine Reihe von tiefgreifenden, manchmal beunruhigenden Veränderungen erlebten - und über eine Gruppe junger Männer, die einen Weg fanden, diese Veränderungen durch Lieder zu beschreiben, zu beklagen und gelegentlich sogar zu feiern.