
The Clear Line in Comics and Cinema: A Transmedial Approach
Historische und theoretische Analyse des Stils der klaren Linie in Comics und Kino
Der 1977 von dem niederländischen Essayisten und Künstler Joost Swarte geprägte Begriff der klaren Linie ist in der Comicforschung zu einer Kurzform für den ursprünglich von Herg und der Cole de Bruxelles entwickelten Stil geworden. Er bezieht sich auf bestimmte Erzählstrategien, die eine täuschend einfache, luzide und hygienische Erzählung hervorbringen: in Philippe Marions Worten ist es ein Stil, der aus Licht, Flüssigkeit und Klarheit besteht.
Durch die Katalogisierung und kritische Analyse von Clear Line Comics aus historischer und theoretischer Perspektive bietet dieses Buch eine neue Perspektive auf die Entwicklung des Stils im 20. und 21. Jahrhundert, insbesondere im Kontext der europäischen Bande Dessine. Darüber hinaus leistet es Pionierarbeit bei der Ausweitung des Konzepts der klaren Linie auf andere künstlerische Bereiche, indem es seine transmediale Verwendung vorstellt und verteidigt, die für das Verständnis der Werke bestimmter Filmemacher des 20. Jahrhunderts, die in der Nachkriegszeit arbeiteten, wie Yasujir Ozu in Japan, Jacques Tati in Frankreich und Frank Tashlin in den Vereinigten Staaten, besonders relevant ist. The Clear Line in Comics and Cinema ist daher ein theoretisches Schlüsselwerk sowohl für Liebhaber der Bande Dessine als auch für Comic-Forscher und ein grundlegender Beitrag zur heutigen Filmwissenschaft und transmedialen Narratologie.