Bewertung:

_The Coming Thing_ ist ein erzählendes Gedicht, das die Erfahrung einer Abtreibung für eine junge Frau im Irland der 1980er Jahre thematisiert und den kulturellen Kontext jener Zeit durch die Brille der Jugend- und Populärkultur einfängt. Es wird für seinen poetischen Stil und die einfühlsame Darstellung der Protagonistin Imelda gelobt.
Vorteile:⬤ Brillantes und außergewöhnliches Werk
⬤ bahnbrechend in seiner Thematik
⬤ unsentimental und doch sympathisch
⬤ fängt den kulturellen Kontext des Irlands der 1980er Jahre ein
⬤ wichtige Ergänzung zu den Lehrplänen der Frauenforschung.
Die schräge Darstellung der Erfahrung mag nicht bei allen Lesern Anklang finden; einige könnten es aufgrund des poetischen Formats als Herausforderung empfinden.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Coming Thing
The Coming Thing ist ein brillantes langes erzählendes Gedicht. Es ist nicht das erste von Evans: Sie hat sich mit Werken dieser Größenordnung - gesprochen, dramatisch, reichhaltig - einen Namen gemacht.
Imelda, die Hauptfigur des Buches, taucht in eine herausfordernde neue Welt ein, in der alte Bräuche noch irgendwie überleben. Es sind die 1980er Jahre, und das Gedicht nimmt unter Punks in Cork City Gestalt an. Das „kommende Ding“ bezieht sich auf die Ankunft von Computern, die sich durchsetzten und anfingen, Daten und dann auch das Leben zu verändern; aber letztlich bezeichnet der Titel die Abtreibung, die Imelda in einer Klinik in Brixton vornehmen lassen wird.
Imelda, die Evans' Stammlesern aus ihrer früheren Erzählung Petrol (2012) bekannt sein dürfte, erzählt die Geschichte mit leichter Hand, auch wenn die Beschäftigung mit Abtreibung, Selbstmord und Euthanasie im Buch einen starken und zwingenden Unterton hat. The Coming Thing befasst sich eingehend mit der Doppelzüngigkeit der gängigen Vorstellungen von der Heiligkeit des menschlichen Lebens und damit, wie der wirtschaftliche Wandel den Werten des „alten“ Irland zuwiderläuft.