Bewertung:

Die Rezensionen zu „Die Korrespondenz“ von J.D. Daniels zeigen eine polarisierte Sicht auf das Buch. Während einige Leser die einzigartige Stimme und die meisterhafte Erzählweise loben, kritisieren andere die vermeintliche Effekthascherei und die uneinheitliche Qualität. Der Schreibstil wird für seine Sparsamkeit und seine aufschlussreichen Momente gelobt, aber manche finden ihn schwer zu fassen oder einfach überbewertet. Insgesamt hat das Buch bei den Lesern sowohl Bewunderung als auch Enttäuschung hervorgerufen.
Vorteile:Einzigartige Stimme, meisterhafte Erzählweise, aufschlussreiche Momente, sorgfältige Wortwahl, fesselnde und abwechslungsreiche Prosa, fesselnd für einige Leser, ästhetisch ansprechende Gestaltung, angenehm für diejenigen, die gutes Schreiben zu schätzen wissen.
Nachteile:Einige Geschichten fühlen sich effekthascherisch an, die Qualität ist uneinheitlich, die Lektüre ist für bestimmte Zielgruppen schwierig, es wird ein Mangel an Tiefe im Vergleich zu anderen Autoren empfunden, die Reaktionen sind geteilt und die letzten Teile des Buches enttäuschen.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
The Correspondence
Die erste Sammlung eines Gewinners des Whiting Writers' Award, dessen Arbeiten zum festen Bestandteil von The Paris Review und n+1 geworden sind
Kann die Zivilisation uns vor uns selbst retten? Das ist die Frage, die J. D. Daniels in seinem ersten Buch stellt, einer Serie von sechs Briefen, die er in dunklen Nächten der Seele geschrieben hat. Ausgehend von seinen eigenen, höchst unterschiedlichen Erfahrungen - als Hausmeister, Nachtwächter, Hilfsprofessor, Trinker, Kammerjäger, pflichtbewusster Sohn - überlegt er, wie weit uns Bücher, Bildung und Psychoanalyse bringen können und wie sehr wir im Schlamm stecken bleiben.
In Prosa, die so straff wie eine Kupferfeder gewickelt ist, führt uns Daniels von den Highways seines Heimatstaates Kentucky zu den Balearen und von der brasilianischen Pampa bis in die feinen Gefilde von Cambridge, Massachusetts. Zu seinen Reisebegleitern gehören psychotische Kindergärtnerinnen, israelische Seeleute und Südstaaten-Baptisten, die für Christus brennen. Bei jeder Reise geht Daniels Risiken ein - nicht nur literarischer Art (Stimme, Ton, Form), sondern auch unmittelbarerer Art, wie z. B. zwei Jahre in einem brasilianischen Jiu-Jitsu-Team zu verbringen (wo er wiederholt zu Brei geschlagen wird) oder an einer Gruppenpsychoanalyse teilzunehmen (wo er vorübergehend wahnsinnig wird).
Daniels ist die seltene Erscheinung eines ernsthaften Schriftstellers, dessen Witz ihn auch in Extremsituationen nicht im Stich lässt. Erfindungsreich, intim, rastlos, klug und gelehrt, stellt The Correspondence einen mutigen und originellen Beobachter des inneren Lebens unter Druck vor.