Bewertung:

Das Buch bietet wertvolle Einblicke in den Ur-III-Staat und die Zusammenhänge zwischen Literatur und Geschichte und ist damit für das Studium der sumerischen Kultur und Sprache unerlässlich.
Vorteile:⬤ Hervorragende Konzeption und Ausführung von historischem und literarischem Material
⬤ bietet ein Fenster in die antike Kultur und die allgemeine Menschheit
⬤ empfohlen für Sumerstudien.
Die Seiten sind dünn, so dass Textmarker durchscheinen; es fehlen Autographen und Bilder von Tafeln, die das Leseerlebnis verbessern würden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The Correspondence of the Kings of Ur
Die Korrespondenz der Könige von Ur ist eine Sammlung literarischer Briefe zwischen den Monarchen von Ur III und ihren hohen Beamten am Ende des dritten Jahrtausends v. Chr. Die Briefe behandeln Themen wie königliche Autorität und ordnungsgemäße Regierungsführung, die Verteidigung von Grenzregionen und den endgültigen Zerfall des Reiches und stellen den größten Korpus sumerischer Prosaliteratur dar, den wir besitzen. Diese lang erwartete Ausgabe, die auf einer umfangreichen Zusammenstellung fast aller erhaltenen Manuskripte (mehr als hundert) basiert, enthält detaillierte historische und literarische Analysen und einen ausführlichen philologischen Kommentar. Sie ersetzt vollständig die oft zitierte unveröffentlichte Yale-Dissertation von Michalowski aus dem Jahr 1976.
Die Ausgabe wird von einer ausführlichen Analyse des Stellenwerts der Briefe in der frühen Schulzeit des zweiten Jahrtausends begleitet, in der die Briefe als Literatur behandelt werden, gefolgt von Kapiteln, die das Briefmaterial in einen historischen und historiographischen Kontext einordnen und zahlreiche sumerische Archiv-, Literatur- und Geschichtsquellen nutzen. Das Hauptziel besteht darin, die komplexen Fragen der Authentizität, Autorität und Fiktion, die sich aus dem Studium dieser literarischen Artefakte ergeben, zu klären. Darüber hinaus stellt Michalowski neue Hypothesen zu vielen Aspekten der Geschichte des späten dritten Jahrtausends auf, darunter Aufsätze über Militärgeschichte und Strategie, über Grenzen, über die Art und den mutmaßlichen Charakter des Nomadentums zu dieser Zeit sowie ein langes Kapitel über die Rolle eines als Amoriter bezeichneten Volkes.
Die beiliegende DVD enthält verschiedene hochauflösende Fotos der meisten der in der Studie enthaltenen Tafeln.