Bewertung:

Das Buch präsentiert einen herausfordernden Standpunkt zu Wirtschaftswachstum und Umweltschutz, kritisiert gängige Missverständnisse und ist dennoch schwer zu lesen.
Vorteile:Zerstört viele Mythen in Bezug auf Wirtschaftswachstum, bietet eine andere Perspektive auf Rohstoffe und Ressourcengewinnung, regt zum kritischen Denken an.
Nachteile:Nicht leicht zu lesen, kann von manchen als lächerlich empfunden werden, Missverständnisse in Bezug auf technologische Innovationen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The Crises of Capitalism: A Different Study of Political Economy
Fast 300 Jahre lang hat der Kapitalismus die erfolgreichsten Volkswirtschaften der Welt zu neuen Höhenflügen in der Entwicklung geführt. Doch eine Flut von globalen Umweltkatastrophen und schweren Wirtschaftskrisen zwingt die Denker dazu, das Funktionieren des Systems in Frage zu stellen. Anhand historischer Perspektiven, umfangreicher Forschungsarbeiten und Fallstudien liefert The Crises of Capitalism ein überzeugendes Argument, das die grundlegendsten Annahmen der vorherrschenden Wirtschaftstheorie in Frage stellt.
Saral Sarkar deckt die Schwächen des Kapitalismus durch die Brille des Ökosozialismus auf, einer Philosophie, die behauptet, dass natürliche Ressourcen Produktion und Entwicklung antreiben. Keynes, Schumpeter, Marx und Engles hatten keinen Grund zu glauben, dass es jemals einen Mangel an Öl, Mineralien, Wasser oder Nahrungsmitteln geben würde - und dass technologische Innovationen jedes Hindernis überwinden könnten. Doch die Ölförderung hat ihren Höhepunkt erreicht, Lebensmittel sind immer schwieriger zu bekommen, und die Kosten für die Erhaltung der verbleibenden natürlichen Ressourcen sind exponentiell gestiegen. Der Kapitalismus erfordert ständige Innovation, um Wachstum zu schaffen - aber wie Sarkar feststellt, würde es ohne Kupfer, Gold und Zink nicht einmal Computer geben.
The Crises of Capitalism liegt an der Schnittstelle zwischen Umweltbewusstsein und Wirtschaftstheorie. Sarkar stellt die vorherrschenden Erklärungen für katastrophale Ereignisse wie die Weltwirtschaftskrise 2008 in Frage, revidiert das klassische Wachstumsparadigma und verweist auf Beweise für ein systemisches Wirtschaftsversagen. In dieser provokanten, revolutionären Kritik legt Sarkar nahe, dass der Kapitalismus wie andere längst überholte Wirtschaftstheorien an seine Grenzen gestoßen ist.
"Dies ist ein wichtiges Buch, und es steht an vorderster Front des Denkens, das sich mit der wirklichen Krise befassen muss, mit der die Welt konfrontiert ist, mit der unmöglichen Idee des ewigen Wachstums und dem Wirtschaftsmodell, das den Planeten in unumkehrbare Krisen treibt." --Doug Tompkins.