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The Culture of Castles in Tudor England and Wales
Die Burg war ein imposantes architektonisches Wahrzeichen im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen England und Wales. Burgen waren viel mehr als nur herrschaftliche Residenzen: Sie waren Unterkünfte für Gäste und Bedienstete, Orte der Interaktion zwischen den Mächtigen und den Machtlosen und Teil größerer Netzwerke von Pächtern, Parks und anderen Besitztümern. Diese Strukturen waren politisch, symbolisch, wohnlich und militärisch und prägten die Art und Weise, wie die Menschen die Landschaft nutzten und mit den lokalen Gemeinschaften um sie herum interagierten.
Dieser Band bietet die erste interdisziplinäre Studie über das soziokulturelle Verständnis der Burg im späten fünfzehnten und frühen sechzehnten Jahrhundert, einem Zeitraum, in dem die Burg weitgehend als im Niedergang begriffen galt. Anhand eines breiten Spektrums an Quellenmaterial - von architektonischen Überresten und archäologischen Funden bis hin zu Haushaltsaufzeichnungen und politischen Dokumenten - werden das Personal der Burg, die Nutzung des Raums für Politik und Gastfreundschaft, die Landschaft, Vorstellungen von Privatsphäre und die Schaffung eines visuellen Vermächtnisses untersucht. Durch die Fokussierung auf ein so ikonisches Bauwerk ermöglicht das Buch einen Einblick in die Art und Weise, wie Männer und Frauen den Raum um sie herum täglich verhandelten. Und, was ebenso wichtig ist, es zeigt den Einfluss, den die lokalen Gemeinschaften auf die Räume des Schlosses hatten.
AUDREY M. THORSTAD ist Dozentin für frühe moderne Geschichte an der Fakultät für Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften der Universität Bangor.