
The Culture of War: Literature of the Siege of Paris 1870-1871
Die Kultur des Krieges erforscht die unerwartete Blüte der Literatur während der Belagerung von Paris am Ende des Deutsch-Französischen Krieges (1870-1871), und zwar sowohl der großen als auch der kleinen.
Als die preußischen Truppen Paris vollständig blockierten und die Stadt von der Außenwelt isolierten, wandten sich die Pariser der Literatur zu, um dem Feind zu widerstehen, die untätigen Stunden während der Belagerung zu füllen und ihren Platz in der Geschichte zu artikulieren. Dieser kulturelle Aufschwung war eine bewusste Anstrengung von literarischen Institutionen wie Zeitungen, Verlagen und Theatern, um das Überleben ihrer Branchen in einer Zeit der politischen Unsicherheit zu sichern.
Zu diesem Zweck versuchten viele Verleger, Redakteure und Regisseure, sich durch Populismus zu legitimieren, indem sie Literatur von anonymen und unbekannten Autoren oder solche, die populistische Ideen vertraten, förderten. Als Studie über eine nationale Tragödie auf lokaler Ebene geht The Culture of War über die traditionellen Erzählungen über kommunale oder individuelle Psychologie hinaus und untersucht die institutionellen Reaktionen auf finanzielle und politische Instabilität, wobei die Literatur als Produkt wirtschaftlicher und politischer Kräfte betrachtet wird.