Bewertung:

Das Buch bietet einen faszinierenden Vergleich der medizinischen und kulturellen Herangehensweisen an die Schwangerschaft in Israel und Japan und untersucht die unterschiedlichen Einstellungen zu pränatalen Tests, Genetik und der physischen und psychischen Umgebung des Fötus.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und aufschlussreich
⬤ präsentiert einzigartige kulturelle Perspektiven auf die Schwangerschaft
⬤ beleuchtet die gegensätzlichen Ansätze von Geburtshelfern und gesellschaftlichen Zwängen in Israel und Japan
⬤ gelobt für seine fesselnde Erzählung.
In der Rezension werden keine besonderen Mängel oder Kritikpunkte des Buches erwähnt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Embodying Culture: Pregnancy in Japan and Israel
Embodying Culture ist eine ethnografisch fundierte Untersuchung der Schwangerschaft in zwei verschiedenen Kulturen - Japan und Israel -, die beide die Schwangerschaft medizinisch behandeln. Tsipy Ivry konzentriert sich auf „risikoarme“ oder „normale“ Schwangerschaften und nutzt den kulturellen Vergleich, um die komplexen Beziehungen zwischen ethnischen Vorstellungen von Fortpflanzung, lokaler Reproduktionspolitik, medizinischen Modellen der Schwangerschaftsbetreuung und lokalen Formen der mütterlichen Handlungsfähigkeit zu untersuchen.
Die Ethnografie setzt sich aus den Stimmen schwangerer japanischer und israelischer Frauen, ihrer Ärzte, ihrer Partner und der von ihnen gelesenen Literatur zusammen und schildert verschiedene klinische Begegnungen wie Ultraschalluntersuchungen, Aufklärungskurse für Fruchtwasseruntersuchungen, Geburtsvorbereitungskurse und besondere Schwangerschaftsveranstaltungen.
Die entstehenden Bilder legen nahe, dass die Schwangerschaft in Japan und Israel zwar unterschiedlich erlebt wird, aber in beiden Kulturen ein energieaufwändiges Projekt der Bedeutungsgebung ist, was darauf hindeutet, dass der Sinn biomedizinischer Technologien nicht nur in den Technologien selbst liegt, sondern auch von denen zugewiesen wird, die sie anwenden und erleben.