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The Arts of Kingship: Hawaiian Art and National Culture of the Kalakaua Era
The Arts of Kingship (Die Künste des Königtums) bietet eine nachhaltige und detaillierte Darstellung der öffentlichen Kunst und Architektur Hawaiis während der Herrschaft von David Kalakaua, dem nativistischen und kosmopolitischen Herrscher des hawaiianischen Königreichs von 1874 bis 1891. Stacy Kamehiro liefert eine visuelle und historische Analyse von Kalakauas Krönung und Insignien, der König-Kamehameha-Statue, des 'Iolani-Palastes und des hawaiianischen Nationalmuseums, die sie in einen gemeinsamen historischen, politischen und kulturellen Rahmen einbindet. Jedes von ihnen artikulierte die nationale Identität der Hawaiianer und überwand die Turbulenzen des Kolonialismus auf besondere Weise und ist bis heute ein wichtiges kulturelles Symbol.
Diese kulturellen Projekte waren Teil der konzertierten Bemühungen der Monarchie, angesichts des kolonialen Drucks, der internen politischen Spaltungen und der sich verschlechternden sozialen Bedingungen für die hawaiianischen Ureinwohner eine nationale Kultur zu fördern, die in ihrer Kombination eine ernsthafte Bedrohung für das Überleben der Nation darstellte. Die Kalakaua-Führung befürwortete Bilder, die die internationalen Beziehungen förderten und ausländische Agitatoren im Königreich besänftigten, während sie gleichzeitig auf die politischen Spaltungen der Ureinwohner eingingen. Kamehiro interpretiert die Bilder, Räume und Institutionen als Ausdruck der komplexen kulturellen Verflechtungen und der kreativen Auseinandersetzung mit internationalen Gemeinschaften, die mit dem anhaltenden kolonialen Kontakt einhergehen. Jahrhunderts zelebrierten die hawaiianischen Herrscher die Tradition, die Geschichte und die Moderne der Eingeborenen, indem sie die Vorstellungen der Eingeborenen von einer überlegenen Führerschaft mit den Erscheinungen und Symbolen asiatischer, amerikanischer und europäischer Herrschaft verwoben. Die daraus resultierenden symbolischen Formen sprechen von kulturellen Überschneidungen und historischen Prozessen, von Behauptungen über Besonderheit und Gemeinsamkeit und von der Macht von Objekten, Institutionen und öffentlicher Darstellung, um Bedeutung zu schaffen und Handlungen zu ermöglichen.
The Arts of Kingship geht Fragen nach dem Wesen des kulturellen Austauschs nach, wie die vorkoloniale visuelle Kultur koloniale Kontexte beeinflusst und geformt hat und wie die koloniale Kunst postkoloniale Visualitäten und Identitäten prägt. Das Buch wird von Lesern mit einem allgemeinen und wissenschaftlichen Interesse an hawaiianischer Geschichte und Kunst begrüßt werden. Als Beitrag zu Diskussionen über Kolonialkulturen, Nationalismus und Globalisierung wird dieses interdisziplinäre Werk Kunst- und Architekturhistoriker ebenso ansprechen wie diejenigen, die sich mit pazifischer Geschichte, Kultur- und Museumsstudien und Anthropologie beschäftigen.