
The Art of Defiance: Dissident Culture and Militant Resistance in 1970s Iran
In einer Zeit zunehmender staatlicher Kontrolle, Zensur und massiver Unterdrückung der Opposition im Iran nach 1953 begannen Intellektuelle und Künstler, Werke zu schaffen, die sich gegen die Diktatur des Schahs und die Propaganda des Regimes für die große Zivilisation richteten.
Mit dem Aufkommen des städtischen Guerillakriegs im Jahr 1971 schufen regimekritische Künstler - allen voran die marxistischen People's Fadai Guerrillas (PFG) - symbolische Werke, die die Ideen der Kämpfer durch künstlerische Darstellungen und Tropen popularisierten und die Kämpfer als unsterbliche Freiheitskämpfer darstellten. Die Kunst des Trotzes brachte junge gebildete Iraner sowie bestimmte Schichten der Öffentlichkeit dazu, den Staat mit den Augen seiner radikalsten Kritiker, der militanten Dissidenten, zu sehen.
Dieses Buch untersucht und interpretiert die Poesie, die Belletristik, die Lieder und die Filme der 1960er und 1970er Jahre und zeigt auf, wie militante Aktionen in künstlerische Ausdrucksformen umgesetzt wurden und umgekehrt. Es untersucht auch, wie die PFG-Aktivisten - die nur wenige waren - in den Augen der Öffentlichkeit eine „heroische“ Dimension erlangen konnten, indem sie ein symbolisches Bild des Widerstands weit über ihre tatsächliche militante Existenz hinaus vermittelten.