Bewertung:

Chalmers Johnsons „The Sorrows of Empire“ (Die Leiden des Imperiums) bietet eine kritische und aufschlussreiche Analyse der militärischen Expansion und des Imperialismus der USA und vertritt die Ansicht, dass sich die USA aufgrund ihrer Militärpolitik und ihrer Übervorteilung auf dem Weg zum unvermeidlichen Niedergang befinden. Das Buch ist gut recherchiert, regt zum Nachdenken an und ist in einem verständlichen Stil geschrieben, so dass es für ein breites Publikum geeignet ist. Einige Leser kritisieren jedoch, dass es Johnson an praktischen Lösungen mangelt und dass seine Argumente ihrer Meinung nach schlecht recherchiert sind.
Vorteile:Das Buch wird für seinen klaren Schreibstil gelobt, der komplexe Themen verständlich macht. Es bietet überzeugende historische und soziologische Informationen und regt die Leser dazu an, die Außenpolitik der USA zu überdenken. In vielen Rezensionen wird die Fähigkeit des Buches hervorgehoben, zum Nachdenken anzuregen und die Sichtweise auf Militarismus und Imperialismus zu verändern. Die Leser schätzen die gut dokumentierte Kritik an der amerikanischen Außenpolitik und ihre historische Tiefe.
Nachteile:Kritiker bemängeln, dass die Behauptungen des Autors manchmal schlecht begründet sind und dass er keine praktikablen Lösungen für die von ihm erörterten Probleme vorschlägt. Einige sind der Meinung, dass er einen voreingenommenen Standpunkt vertritt und die verschiedenen Perspektiven des amerikanischen militärischen Engagements nicht angemessen darstellt. Es gibt auch Bedenken, dass seine wirtschaftlichen Argumente im Vergleich zu seinen historischen Analysen weniger solide sind.
(basierend auf 139 Leserbewertungen)
The Sorrows of Empire: Militarism, Secrecy, and the End of the Republic
Beeindruckend... eine kraftvolle Anklage gegen die Militär- und Außenpolitik der USA.
- Los Angeles Times Book Review, Titelseite
In den Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die Vereinigten Staaten zunächst als "einsame Supermacht", dann als "widerwilliger Sheriff", dann als "unverzichtbare Nation" und nach dem 11. September als "neues Rom" bezeichnet. In diesem wichtigen nationalen Bestseller untersucht Chalmers Johnson gründlich den neuen Militarismus, der Amerika umgestaltet und uns zwingt, die Last des Imperiums zu übernehmen.
Johnson erinnert an die klassischen Warnungen vor dem Militarismus - von George Washingtons Abschiedsrede bis zu Dwight Eisenhowers Anprangerung des militärisch-industriellen Komplexes - und deckt dessen Wurzeln tief in unserer Vergangenheit auf. Für die Gegenwart zeichnet er Amerikas expandierendes Imperium von Militärbasen und das riesige Netz von Dienstleistungen, die sie unterstützen. Er bietet einen anschaulichen Blick auf die neue Kaste professioneller Militaristen, die mehrere Zweige der Regierung infiltriert haben, die alles, was sie tun, als "geheim" einstufen und für die die Manipulation des Militärhaushalts von vitalem Interesse ist.
Zu Johnsons provokanten Schlussfolgerungen gehört, dass der amerikanische Militarismus dem Zeitalter der Globalisierung bereits ein Ende setzt und die Vereinigten Staaten in den Bankrott treibt, während er gleichzeitig die Voraussetzungen für ein neues Jahrhundert virulenter Rückschläge schafft. The Sorrows of Empire legt nahe, dass die ehemalige amerikanische Republik ihren Rubikon bereits überschritten hat - mit dem Pentagon an der Spitze.