Bewertung:

Brian Eylers Buch „Hope for the Mighty Mekong“ (Hoffnung für den mächtigen Mekong) ist eine umfassende Untersuchung der gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen, mit denen der Mekong konfrontiert ist, wobei die Auswirkungen menschlicher Eingriffe, insbesondere durch die Entwicklung der Wasserkraft, im Vordergrund stehen. Die Autorin verbindet persönliche Erzählungen mit gründlichen Recherchen, um sowohl die Schönheit als auch die Probleme der Gemeinden entlang des Flusses zu beleuchten und auf ein stärkeres Bewusstsein und die Notwendigkeit nachhaltiger Praktiken hinzuweisen.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und leicht zugänglich und macht komplexe Themen verständlich. Es enthält fesselnde persönliche Geschichten und Interviews mit Einheimischen, Aktivisten und politischen Entscheidungsträgern, die die Kulturen und Herausforderungen der Gemeinden entlang des Mekong wirkungsvoll hervorheben. Viele Rezensenten lobten den Aufruf zum Handeln an die politischen Entscheidungsträger, die Ausgewogenheit zwischen menschlicher und wissenschaftlicher Perspektive und die Fähigkeit des Buches, Hoffnung zu wecken und zum Schutz des Flusses aufzurufen.
Nachteile:Einige Kritiker bemängelten, dass das Buch zu detailliert und langatmig sei, was es schwer verdaulich mache. Es wird kritisiert, dass es eine dramatische Sprache verwendet, die als voreingenommen oder als „Weltuntergang“ erscheinen könnte. Einige Leser waren der Meinung, dass das Buch trotz seines Potenzials von einem strafferen Ansatz hätte profitieren können.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
Last Days of the Mighty Mekong
Das Mekong-Flussgebiet, das seit langem für seine natürliche Schönheit, seine Abgeschiedenheit und seinen Reichtum an Wildtieren bekannt ist, verläuft durch China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam. Es ist die Heimat von mehr als siebzig Millionen Menschen und war jahrhundertelang eine der reichsten landwirtschaftlichen Zonen der Welt.
Heute befindet es sich jedoch in einem tiefgreifenden Wandel. Chinas Entwicklungspolitik zielt darauf ab, die Region durch Hochgeschwindigkeits-Verkehrsnetze miteinander zu verbinden und die Menschen in moderne, urbanisierte Verbraucher zu verwandeln. Bis 2025 wird eine Reihe von Staudämmen die Energie des Flusses nutzbar machen, seine natürlichen Zyklen unterbrechen und die Nahrungsmittelversorgung für mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Beckens unterbinden.
Dennoch wurde über diesen monumentalen Wandel nur wenig berichtet. In The Last Days of the Mekong nimmt uns Brian Eyler mit auf eine aufschlussreiche Reise durch den Mekong und diejenigen, die von seinen Ressourcen abhängen.
Er reist vom Quellgebiet des Flusses in China bis zu seinem Delta in Südvietnam. Unterwegs trifft er die unterschiedlichsten Menschen in der Region, von Dorfbewohnern über Gemeindevorsteher bis hin zu Politikern und Entscheidungsträgern. In Gesprächen mit ihnen zeigt er, wie Chinas Expansionspolitik die Umwelt drastisch - und oft buchstäblich - umgestaltet.
Er hebt auch die Arbeit hervor, die von lokalen und internationalen Gruppen geleistet wird, um den Mekong und sein empfindliches Ökosystem zu retten. Eyler argumentiert, dass es umweltverträgliche Lösungen gibt, die aber nur durch eine ernsthafte Zusammenarbeit und einen verstärkten Druck seitens der internationalen Gemeinschaft zustande kommen können.