
The Literature and Politics of the Environment
Aufsätze, die anhand einer Vielzahl von Fallstudien miteinander verknüpfte Stränge der materiellen Ökologie, der britischen Politik der Vergangenheit und Gegenwart und des Schreibens untersuchen.
So wie die Komplexität des Klimawandels und des Anthropozäns die Grenzen und Ausschlüsse literarischer Repräsentation in Frage gestellt haben, so haben auch die jüngsten Herausforderungen durch Klimaaktivismus und intersektionalen Umweltschutz, Tierrechte und sogar die Macht materieller Formen wie Öl, Plastik und Schwermetalle zugenommen. Soziale und Protestbewegungen haben die Frage wiederbelebt, ob es so etwas wie eine aktivistische Ökokritik geben kann: Kann sich ein solcher Ansatz nur mit dem Bewusstsein befassen, oder könnte er die Literaturkritik auf neue Weise politisieren?
Dieser Band versucht, darauf zu reagieren, und konzentriert sich auf drei miteinander verbundene Bereiche: materielle Ökologien, die britische Politik der Vergangenheit und Gegenwart und den Akt des Schreibens selbst. Die Autoren untersuchen die Art und Weise, wie die literarische Form die Komplexität der Materie (in Aufsätzen über Wasser, Zucker und Land) und der politischen Ökonomie (von Empire und Nationalismus bis hin zu Bewegungen für Umweltgerechtigkeit und lokalen und regionalen Gemeinschaften) in den Vordergrund gestellt hat. Der Band geht der Frage nach, wie das Schreiben über das Leben, die Natur, das kreative Sachbuch und die Autobiografie - Gattungen, die zwar in der kapitalistischen politischen Realität verwurzelt sind - diese durch die Wiedereinführung persönlicher Erfahrungen konfrontieren können. Können wir einen nachhaltigeren Planeten ins Leben rufen, indem wir uns auf jene literarischen Formen konzentrieren, die in der Lage sind, sich die dafür notwendigen Bedingungen und Systeme vorzustellen?