Bewertung:

Das Buch stellt die überzeugende Theorie auf, dass das Schlemmen ein entscheidendes Element in der Entwicklung menschlicher Gesellschaften war, und stellt die traditionelle Ansicht in Frage, dass der Hauptzweck der Landwirtschaft darin bestand, der Nahrungsmittelknappheit entgegenzuwirken. Der Autor, der auf diesem Gebiet viel Erfahrung hat, gibt einen umfassenden Überblick, der sich auf archäologische Funde stützt, und betont die Rolle der sozialen Macht, die sich aus dem Reichtum an Nahrungsmitteln ergibt.
Vorteile:⬤ Äußerst informativ und lesenswert
⬤ gut recherchiert mit einer soliden Grundlage an archäologischen Beweisen
⬤ erkennt Forschungslücken und alternative Sichtweisen an
⬤ unverzichtbar für alle, die sich für die frühe menschliche Geschichte interessieren.
In den Rezensionen wird nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, aber einige Leser könnten den akademischen Ansatz als Herausforderung empfinden, wenn sie mit dem Thema nicht vertraut sind.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The Power of Feasts: From Prehistory to the Present
In diesem Buch liefert Brian Hayden die erste umfassende theoretische Arbeit über die Geschichte des Essens in vorindustriellen Gesellschaften.
Als wichtiges Barometer für den kulturellen Wandel steht das Schlemmen an der Spitze der theoretischen Entwicklungen in der Archäologie. The Power of Feasts zeichnet die Entwicklung dieses Brauchs von seiner ersten wahrnehmbaren prähistorischen Präsenz bis zur modernen Industriezeit nach.
Die Studie untersucht wiederkehrende Muster in der Dynamik von Festen sowie die Verbindungen zu anderen Aspekten der Kultur wie Essen, Persönlichkeit, Erkenntnis, Macht, Politik und Wirtschaft. Durch die Analyse detaillierter ethnographischer und archäologischer Beobachtungen aus einer Vielzahl von Kulturen, darunter Ozeanien und Südostasien, Amerika und Eurasien, beleuchtet Hayden die Rolle von Festen als unschätzbaren Einblick in die sozialen und politischen Strukturen vergangener Gesellschaften.