Bewertung:

Das Buch „The Power of Sports“ von Michael Serazio bietet eine eingehende Analyse der Schnittmenge zwischen Sport, Medien und Kultur und untersucht Themen wie Kommerzialisierung, Journalismus und die gesellschaftliche Bedeutung des Sports im heutigen Amerika. Obwohl das Buch reichhaltige Einblicke und Forschungsergebnisse bietet, haben Leser Probleme mit dem Schreibstil bemerkt - sie finden ihn manchmal zu komplex oder zu akademisch.
Vorteile:⬤ Detaillierte und gründliche Forschung über den Einfluss des Sports auf Kultur und Gesellschaft.
⬤ Fesselnd für ein breites Publikum, das sowohl Gelegenheitsfans als auch Akademiker umfasst.
⬤ Hebt wichtige Themen wie Kommerzialisierung, Medieneinfluss und die Parallelen zwischen Sport und Religion hervor.
⬤ Viele Leser fanden es anregend und augenöffnend und veränderten die Perspektive auf den Sportkonsum und seine gesellschaftliche Rolle.
⬤ Der Schreibstil wird als zu komplex und akademisch empfunden, was es einigen Lesern schwer macht, sich voll und ganz darauf einzulassen.
⬤ Einige argumentieren, das Buch nehme sich selbst zu ernst und lasse eine ausgewogene Perspektive auf die Freude am Sport vermissen.
⬤ Die dichten Informationen des Buches können sich trocken oder schwer anfühlen, was es für Gelegenheitsleser weniger unterhaltsam macht.
(basierend auf 20 Leserbewertungen)
The Power of Sports: Media and Spectacle in American Culture
Eine provokative, unbedingt lesenswerte Untersuchung, die sowohl die Bedeutung der modernen amerikanischen Leichtathletik würdigt als auch den Hype um sie durchbricht.
In einer zunehmend säkularen, zersplitterten und zerstreuten Kultur bringt nichts die Amerikaner so sehr zusammen wie der Sport. An den Sonntagen im September beten mehr Familien vor dem Altar der NFL als in jeder Kirche. Diese Anziehungskraft, die sich über alle demografischen und ideologischen Grenzen hinweg erstreckt, macht den Sport vielleicht zum letzten verbindenden Massenritual unserer Zeit, bei dem sich eine große Zahl von Menschen im selben Moment auf dieselbe Sache konzentriert. Diese zeitlose Live-Qualität - unempfindlich gegenüber DVR, die an alte religiöse Riten erinnert - macht den Sport sehr mächtig und sehr lukrativ. Und das Medienspektakel, das sie umgibt, wird immer größer, heller und lauter - von Hot-Take-Journalismusformaten über die schleichende Verseuchung durch Werbung bis hin zu Prominentenprogrammen in den sozialen Medien.
Noch wichtiger ist, dass der Sport einer tief gespaltenen Nation als eine Oase der Gemeinschaft verkauft wird: Er ist eskapistisch, unpolitisch, das einzige Band, das verbindet. Gerade weil er angeblich „über der Politik“ steht, ist der Sport in der Lage, starke Botschaften über Ungleichheit, Patriotismus, Arbeit und Ethnie an ein großes Publikum zu schmuggeln. Und während sich die breitere Kultur mit sich verändernden Geschlechterrollen und männlicher Macht auseinandersetzt, finden sich diese Ängste auch in den Erfahrungen von Sportjournalistinnen, Sportlerinnen und Fans sowie in der Berichterstattung über Gewalt von und gegen männliche Körper wieder. Der Sport ist nicht die einzige Sache, auf die sich alle einigen können, sondern er verkörpert perfekt die aufgewühlten Spannungen des modernen amerikanischen Lebens.
Michael Serazio kartiert und kritisiert die kulturelle Produktion der heutigen lukrativen, allgegenwärtigen Sportlandschaft. Anhand von Dutzenden ausführlicher Interviews mit führenden Vertretern der Sportmedien und des Sportjournalismus sowie der Sportbranche und -vermarktung blickt „The Power of Sports“ hinter die Kulissen und erzählt eine Geschichte von technologischen Störungen, kommerzieller Gier, wirtschaftlicher Ungleichheit, militärischer Falkenhaftigkeit und Idealen der Männlichkeit. Entgegen dem, was unsere Mythen des Eskapismus suggerieren, hält Serazio dem Sport einen Spiegel vor und enthüllt die gelebte Realität der Nation, die auf uns zurückschaut.