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Losing Power: African Americans and Racial Polarization in Tennessee Politics
Afroamerikaner werden routinemäßig in staatliche und kommunale Ämter gewählt und berufen, die schwarzen Wähler haben bei den landesweiten Wahlen ein enormes Gewicht, und rechtlich explizite Formen der Rassentrennung sind verboten worden. Dennoch ist die Idee, Tennessee in einen rassisch gerechten Staat zu verwandeln - eine Idee, die für die schwarze Freiheitsbewegung während der Antebellum- und Jim-Crow-Periode von zentraler Bedeutung war - für viele Afroamerikaner in Tennessee nach wie vor schwer fassbar, insbesondere für diejenigen, die in den am stärksten unterversorgten und wirtschaftlich benachteiligten Gemeinden leben.
Losing Power untersucht die komplexe Beziehung zwischen Rassenpolarisierung, politischem Einfluss der Schwarzen und multirassischen Koalitionen in Tennessee im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Sekou M. Franklin und Ray Block untersuchen die Kluft in den Werten, den Präferenzen und dem Wahlverhalten von Schwarzen und Weißen und stellen die These auf, dass diese rassische Kluft sowohl eine der Ursachen als auch eine der Folgen des jüngsten politischen Machtverlusts der schwarzen Tennesseaner ist.
Tennessee gilt seit jeher als politisch gemäßigter und weniger rassistisch konservativ als die Staaten des tiefen Südens. Doch in den letzten Jahren und insbesondere seit Mitte der 2000er Jahre haben die Republikaner ihren Einfluss in diesem Bundesstaat gefestigt. Während sich die Analyse und Methodik von Franklin und Block auf die Wahlen in den Bundesstaaten, die politischen Institutionen und die öffentliche Politik konzentrieren, haben Franklin und Block auch einen konzeptionellen Rahmen für die Rassenpolitik entwickelt, der über die Wahlmuster hinausgeht und den Diskurs auf Elitenebene (Issue Framing), die geografischen Spaltungen innerhalb der Bundesstaaten, soziale Bewegungen und den Druck von Interessengruppen einbezieht.