
The Magic of Unknowing: An East-West Soliloquy
Der Zauber des Nichtwissens ist ein einzigartiges philosophisches und literarisches Werk. In der Form eines Dialogs gehalten, entfaltet es sich in der Stimmung eines Selbstgesprächs. Mervyn Sprung hat eine phantasievolle Begegnung mit dem Geist der großen westlichen Philosophen geschaffen: Aristoteles, Descartes, Kant, Hume, Nietzsche, Wittgenstein und Pyrrho. Alle sind Brüder, die eher skeptischen Söhne des Aristoteles. Später hören sie auch von Chang, einem Taoisten, und Nagaraj, einem Buddhisten, die beide erst kürzlich in die Familie aufgenommen wurden.
Der Dialog dramatisiert die Erosion der aristotelischen Rationalität in der Moderne unter dem Druck ihrer eigenen Logik. Die beiden östlichen Denker bringen an einem kritischen Punkt ihre eigene Skepsis in die Diskussion ein.
Am Ende erkennen die Brüder, dass sie sich vom Glauben der westlichen Philosophie an die einzigartige Macht der Vernunft, Wahrheit und Sinn in der menschlichen Welt zu etablieren, entfernt haben. Sie entdecken den Zauber des Nichtwissens, der in der wechselseitigen Durchdringung von Wissen und Verhalten liegt, wobei jedes seinen Sinn vom anderen erhält. Sie entdecken, dass Philosophien nicht allein das Ergebnis des Denkens sind, sondern selbst schon untrennbar Denken und Handeln sind. Und sie erkennen, dass damit eine unerhörte Zukunft für die Philosophie verbunden ist.