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Manipulating the Sacred: Yorb Art, Ritual, and Resistance in Brazilian Candombl
In einer Zeit, in der die Kunst der afrikanischen Diaspora aufgrund ihrer multikulturellen Dimensionen auf großes allgemeines Interesse stößt, liefert Mikelle Smith Omari-Tunkara als Teilnehmerin/Beobachterin der afrikanisch geprägten Religionen Brasiliens auffallend reiche Erkenntnisse.
Sie konzentriert sich auf die Symbolik und Funktion von rituellen Objekten und Kostümen, die in der brasilianischen Candombl? (afrikanische“ Miniaturumgebungen oder -tempel) in der Region Bahia, die Elemente der Yor? b?, der Bantu/Angola, der Caboclo, der römisch-katholischen Religion und/oder des Kardecismus/Spiritismus vereinen. Als Eingeweihte mit mehr als zwanzigjährigem Studium gilt die Autorin als Insiderin und hat miterlebt, wie Praktiker das „Heilige“ manipulieren, um in Kunst und Ritual lebenswichtiges Wissen über Bedeutung, Werte, Erkenntnistheorien und Geschichte zu kodieren.
Sie zeigt, wie diese Manipulation den brasilianischen Nachkommen von Sklaven ein Gefühl der Handlungsfähigkeit vermittelt - mit einer Verbindung zu ihrem afrikanischen Erbe und einem Ort des Widerstands gegen die dominante euro-brasilianische Kultur.