
The Walls of Babylon: An Alternative Reading of the Revelation to John
Die Mauern von Babylon ist eine radikal revidierte Lesart der Offenbarung des Johannes, die verblüffende Einblicke in die historischen Wurzeln des Gnostizismus, die soziale Dynamik des frühen Christentums und die erschütternde Wirkung der apokalyptischen Eschatologie bietet.
Auf der Grundlage einer sorgfältigen Analyse des Textes argumentiert David Arthur, dass der motivierende Umstand für die Offenbarung nicht durch äußere römische Unterdrückung, sondern durch einen heftigen internen Streit zwischen gnostischen und proto-orthodoxen Fraktionen innerhalb der frühen Kirche gegeben war. In der sich daraus ergebenden Kontroverse stellte sich Johannes nicht, wie man erwarten könnte, auf die Seite der kirchlichen Amtsträger, sondern er trat für die verfolgten Ausgestoßenen ein.
Nach dem Vorbild der klassischen Propheten spricht er als Fürsprecher für die Unterdrückten und Entrechteten, die für ihn die gnostischen Häretiker darstellten. Das Buch, das er uns hinterlassen hat, stellt eine feurige symbolische Zurechtweisung des proto-orthodoxen Christentums dar und stellt im weiteren Sinne normative religiöse Paradigmen auf allen Ebenen des Glaubens und der Praxis in Frage.