Bewertung:

Die Nutzerbewertungen für „The Mercy Papers“ heben die schöne und unverfälschte Schreibweise hervor, die die Komplexität der Gefühle einfängt, die während der unheilbaren Krankheit eines geliebten Menschen entstehen. Viele Leser empfanden die Memoiren als tief bewegend und nachvollziehbar, insbesondere diejenigen, die ähnliche Erfahrungen mit Verlusten gemacht haben. In einigen Rezensionen wurde jedoch der Ausdruck von Wut und Selbstbezogenheit der Autorin als negativ empfunden, was darauf hindeutet, dass das Buch nicht bei jedem Leser Anklang findet.
Vorteile:Wunderschön geschrieben mit poetischer Prosa.
Nachteile:Bietet eine rohe und ehrliche Darstellung von Trauer und Verlust.
(basierend auf 62 Leserbewertungen)
The Mercy Papers: A Memoir of Three Weeks
Als Robin Romms The Mother Garden veröffentlicht wurde, nannte die New York Times Book Review sie eine Magierin aus nächster Nähe und sagte: "Ihre Magie ist die älteste Art (der Magie), die wir kennen: die gewöhnliche Beschwörung von Worten und Geschichten, die uns helfen, durch die Dunkelheit zu navigieren und schließlich das Ende in Schach zu halten". In ihren erschütternden Memoiren The Mercy Papers nutzt Romm diese Magie, um die Wochen vor dem Tod ihrer Mutter zu einer Geschichte über eine Tochter in den Momenten vor und nach dem Verlust auszuweiten.
Mit einer bemerkenswerten Mischung aus Humor und Ehrlichkeit führt uns Romm in eine Welt, in der eine hartnäckige Hospizschwester versucht, durch Pamphlete zu heilen, und ein kläffender Großvater Geld in einem Schuhputzkasten vergräbt. Untrainierte Hunde huschen umher, während sich Fremde und Freunde um den Tod scharen und Mitgefühl anbieten, während sie um Aufmerksamkeit buhlen. Die Pillendose wird schnell zu einer Metapher für Ordnung; Fragen zu Medikamenten werden zu Überlegungen über Gott. Das Alltägliche und das Spirituelle verschmelzen miteinander, während Romm die scharfen Wahrheiten aufdeckt, die hinter jeder Ecke lauern, und mit großer Leidenschaft die Ehrfurcht, Angst und Wut einer Tochter einfängt, die ihre Mutter verliert.
Die Mercy Papers entstanden inmitten eines gebrochenen Herzens und waren ursprünglich nicht für ein Publikum gedacht. Das Ergebnis ist ein rohes, unsentimentales Buch, das vor Menschlichkeit nur so strotzt. Robin Romm hat eine Hommage an die Familie und ein unauslöschliches Porträt geschaffen, das jeden ansprechen wird, der jemals geliebt und verloren hat.