Bewertung:

Die Rezensionen zu „The Miss Stone Affair“ von Teresa Carpenter spiegeln eine Mischung aus Wertschätzung und Kritik wider. Viele Leser bewundern die Fähigkeit der Autorin, Geschichten zu erzählen, und ihre gründliche Recherche. Sie schätzen die lebendige Darstellung eines weniger bekannten historischen Ereignisses, nämlich der Entführung der Missionarin Ellen Stone auf dem Balkan. Es gibt jedoch erhebliche Kritikpunkte an der historischen Interpretation, insbesondere in Bezug auf ethnische Identitäten und die Darstellung der mazedonischen Kämpfe.
Vorteile:Fesselnde Erzählung, die ein wenig bekanntes historisches Ereignis zum Leben erweckt.
Nachteile:Gut recherchiert mit detaillierten Berichten und persönlichen Geschichten.
(basierend auf 19 Leserbewertungen)
The Miss Stone Affair: America's First Modern Hostage Crisis
In The Miss Stone Affair stellt Teresa Carpenter das Drama der ersten modernen Geiselkrise des Landes nach - ein Ereignis, das die Aufmerksamkeit der Welt erregte, die amerikanischen und europäischen Schlagzeilen beherrschte und den neuen Präsidenten Theodore Roosevelt vor ein Dilemma stellte.
Am 3. September 1901 machte sich eine protestantische Missionarin namens Ellen Stone zu Pferd auf den Weg durch das gebirgige Hinterland des mazedonischen Balkans. In einer engen Schlucht wurde sie von einer Gruppe maskierter Männer überfallen, die sie von der Straße abbrachten und - was noch wichtiger war - in die Geschichte eingingen. Stone sollte die erste Amerikanerin werden, die auf fremdem Boden zur Lösegeldzahlung entführt wurde.
Anhand einer Fülle zeitgenössischer Korrespondenz und diplomatischer Depeschen erzählt Teresa Carpenter die Geschichte von Miss Stone in einer spannenden, erschütternden und manchmal sogar komischen Erzählung.
Auf einer Reise, die den Leser von Bostons Beacon Hill nach Konstantinopel und in die von blutigen Revolutionen zerrütteten Nationalstaaten des Balkans führt, stellt Carpenter eine unvergessliche Reihe von Charakteren vor: die willensstarke Miss Stone und ihre bulgarische Begleiterin Katerina Tsilka, die von den Entführern - aus Rücksicht auf die viktorianische Konvention - als Anstandsdame mitgenommen wird.
Die Terroristen, die mit der Ermordung ihrer Geiseln drohen und sich dennoch freuen, wenn Tsilka ein kleines Mädchen zur Welt bringt.
Der Diplomat, der den Fall Stone als Vehikel für seinen persönlichen Ehrgeiz sieht.
Rivalisierende Unterhändler, die von den Terroristen gegeneinander ausgespielt werden.
Ein Medienmogul, der davon besessen ist, die Geiseln zu finden und sich ihre literarischen Rechte zu sichern.
Und natürlich der neue Präsident Theodore Roosevelt, der entscheiden muss, ob er, wie von vielen seiner Landsleute gefordert, Kriegsschiffe in den Nahen Osten schicken soll oder ob eine ruhigere Form der Intervention den Sieg davontragen könnte.
Teresa Carpenter hat einen internationalen Thriller aus der Jahrhundertwende mit Präzision, Dramatik und historischer Perspektive geschrieben. Dies ist eine Geschichte für unsere Zeit.