Bewertung:

Das Buch von Anthony Shadid ist ein sehr persönlicher und aufschlussreicher Bericht über den Irak-Krieg aus der Sicht eines einfachen Irakers. Es fängt die komplexe emotionale und soziale Landschaft des Irak vor, während und nach dem Krieg ein und vermittelt dem Leser ein Verständnis für die kulturelle Dynamik und die Auswirkungen des Konflikts auf das Leben der irakischen Bevölkerung. Während Shadids eloquenter Schreibstil und seine gründlichen Interviews weithin gelobt werden, bemängeln einige Rezensenten einen Mangel an Ausgewogenheit bei der Darstellung der Perspektiven, was auf eine etwas einseitige Sichtweise schließen lässt.
Vorteile:⬤ Eloquenter und einnehmender Schreibstil.
⬤ Tiefe Einblicke in die irakische Kultur und Gesellschaft.
⬤ Persönliche Berichte, die den menschlichen Aspekt des Krieges zum Leben erwecken.
⬤ Bietet eine einzigartige Perspektive aufgrund von Shadids Hintergrund und Sprachkenntnissen.
⬤ Sehr informativ, mit historischem Kontext und Analyse.
⬤ Macht die Erfahrungen der einfachen Iraker nachvollziehbar und lebendig.
⬤ Geht auf die Komplexität und die Nuancen des Irakkriegs ein.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass es dem Buch an Ausgewogenheit mangelt und der Schwerpunkt auf den negativen Perspektiven liegt.
⬤ Einige Kritiker vermuten, dass es die Unfähigkeit der Iraker, die Tyrannei zu überwinden, überbewertet.
⬤ Beschreibungen der Situation könnten gegen Ende überflüssig erscheinen.
⬤ Der Schwerpunkt liegt möglicherweise zu stark auf persönlichen Erzählungen auf Kosten des breiteren geopolitischen Kontexts.
(basierend auf 49 Leserbewertungen)
Night Draws Near: Iraq's People in the Shadow of America's War
(Gewinner des Buchpreises der Los Angeles Times 2005)
Ein Washington Post Book World Top Five Sachbuch des Jahres
Ein Seattle Times Top Ten Best Book of the Year
Ein bemerkenswertes Buch des Jahres der New York Times.
Im Jahr 2003 zog Anthony Shadid von der Washington Post in den Irak-Krieg, allerdings nicht als eingebetteter Journalist. Der in Oklahoma geborene und aufgewachsene Libanese Shadid, der fließend Arabisch spricht, hat die letzten drei Jahre damit verbracht, seine Zeit zwischen Washington, D. C., und Bagdad aufzuteilen. Als einziger Journalist, der für seine außergewöhnliche Berichterstattung über den Irak mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, ist Shadid auch der einzige Autor, der die menschliche Geschichte gewöhnlicher Iraker beschreibt, die die unerwarteten Auswirkungen der amerikanischen Invasion und Besetzung überstehen. Anhand der bewegenden Geschichten einzelner Iraker zeigt Shadid, wie Saddams Sturz nicht nur den Weg für die Hoffnung auf Demokratie, sondern auch für die Einschleppung des Dschihad und den Aufstieg eines blutigen Aufstandes ebnete. "Ein großartiges Reporterbuch", schrieb Seymour Hersh; Night Draws Near ist laut Mark Danner "unverzichtbar".