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Nature Behind Barbed Wire: An Environmental History of the Japanese American Incarceration
Die Masseninhaftierung von mehr als 110.000 Menschen japanischer Abstammung während des Zweiten Weltkriegs war eine der ungeheuerlichsten Verletzungen der bürgerlichen Freiheiten in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die japanischen Amerikaner wurden aus ihrer Heimat an der gemäßigten Pazifikküste vertrieben und verbrachten die Kriegsjahre in trostlosen Lagern im Landesinneren. Fotografen wie Ansel Adams und Dorothea Lange hielten diese Lager in Bildern fest, die die Umgebung sowohl als Quelle der Hoffnung als auch des Leids darstellten. Dennoch hat sich die Literatur über die Inhaftierung zumeist auf den rechtlichen und staatsbürgerlichen Status der Inhaftierten, ihre politischen Kämpfe mit der US-Regierung und ihre mündlichen Aussagen konzentriert.
Natur hinter Stacheldraht verlagert den Schwerpunkt auf die Umwelt. Es wird untersucht, wie die Landschaft die Erfahrungen sowohl der japanischen Amerikaner als auch der Bundesbeamten, die für die War Relocation Authority (WRA), die zivile Behörde, die die Lager verwaltete, tätig waren, prägte. Die Komplexität der natürlichen Welt verstärkte und beschränkte die Macht der WRA und bot den japanischen Amerikanern die Möglichkeit, die Bedingungen ihrer Gefangenschaft neu zu definieren. Obwohl die Umwelt ihre Gefühle der Verzweiflung und Empörung verstärkte, fanden die Eingesperrten auch heraus, dass ihre Fähigkeit, die natürliche Welt zu verändern und sich ihr anzupassen, ihnen helfen konnte, ihre Inhaftierung zu überleben und anzufechten. Japanische Amerikaner und WRA-Beamte verhandelten die Bedingungen der Gefangenschaft miteinander und mit einer dynamischen natürlichen Welt.
Wie Connie Chiang zeigt, war die Inhaftierung der japanischen Amerikaner im Grunde genommen eine Umweltgeschichte.