Bewertung:

Das Buch ist eine Zusammenstellung von J. Brian Harleys bedeutenden Schriften zur kritischen Kartografie, die Einblicke in die Geschichte, Ethik und Interpretation von Karten bieten. Während es für seinen Beitrag zu pluralistischen Sichtweisen in der Kartographie gelobt wird, finden einige Leser es dicht und von ideologischen Vorurteilen beeinflusst, was es weniger zugänglich oder ansprechend macht.
Vorteile:- Wichtige Beiträge zur kritischen Kartographie und Philosophie der Kartographie.
Nachteile:- Stellt die konventionelle Sichtweise von Karten als rein wissenschaftliche Werkzeuge in Frage.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The New Nature of Maps: Essays in the History of Cartography
In dieser Aufsatzsammlung stützt sich J. B.
Harley (1932-1991) auf Ideen aus der Kunstgeschichte, der Literatur, der Philosophie und dem Studium der visuellen Kultur, um das traditionelle, „positivistische“ Modell der Kartografie zu untergraben und es durch eine ikonologische und semiotische Theorie über das Wesen von Karten zu ersetzen. Er definiert eine Karte als „soziale Konstruktion“ und argumentiert, dass Karten nicht einfach nur Repräsentationen der Realität sind, sondern tiefgreifende Einflüsse auf die Art und Weise ausüben, wie der Raum konzeptualisiert und organisiert wird.
Ein zentrales Thema ist die Art und Weise, wie Macht - ob militärisch, politisch, religiös oder wirtschaftlich - durch Kartografie in das Land eingeschrieben wird. In dieser neuen Lesart von Karten und Kartenherstellung unternimmt Harley eine überraschende Reise in die Natur des sozialen und politischen Unbewussten.