
Re-forming Britain: Narratives of Modernity before Reconstruction
Re-forming Britain betrachtet das Wesen und die Praxis des architektonischen Modernismus im Großbritannien der Zwischenkriegszeit in einem neuen Licht. Es rückt bisher wenig beachtete Protagonisten und Projekte in den Vordergrund und vertritt die These, dass die neue Architektur in Großbritannien kein importiertes Idiom war, sondern Teil eines kontinuierlichen Versuchs, eine moderne Nation zu schaffen.
Das Buch umspannt den Zeitraum von 1925 bis 42 und konzentriert sich auf die wichtigsten Orte, an denen und durch die die architektonische Moderne im Vereinigten Königreich entstand. Der erste Teil befasst sich mit den wichtigsten Schauplätzen, an denen sich in den 1920er Jahren der Wille zur Modernisierung Großbritanniens entwickelte. In den Teilen zwei und drei dokumentiert, kontextualisiert und erklärt der Autor, wie dieser Modernisierungswille eine modernistische Form annahm, indem er die Arbeit von Architekten wie Wells Coates, Maxwell Fry und Connell and Ward sowie deren Kooperationen mit gleichgesinnten Reformern in anderen Bereichen erörtert. Diese Zusammenarbeit führte zu "Erzählungen der Moderne" in Form von Gebäuden, Projekten, Ausstellungen und Büchern, durch die, so die These des Buches, modernistische Reformer Politiker und diejenigen, die Einfluss auf sie hatten, davon überzeugen konnten, dass die Moderne das Mittel zur Neugestaltung der Nation sei.
Re-forming Britain bietet die erste eingehende Analyse bekannter modernistischer Projekte wie Kensal House und das Pioneer Health Centre, bringt aber auch bisher wenig untersuchte oder unbekannte Aktivitäten ans Licht. Dieses wichtige Werk ermöglicht ein neues Verständnis des Charakters der architektonischen Moderne im Großbritannien der Zwischenkriegszeit und der Art und Weise, wie sie letztlich das Nachkriegs-Britannien geprägt hat.