Bewertung:

Das Buch erforscht die nicht-kanonischen Evangelien und bietet tiefe Einblicke und wissenschaftliche Aufsätze. Es liefert zwar wertvollen Kontext und historischen Hintergrund, richtet sich aber eher an ernsthafte Studenten und Forscher als an Gelegenheitsleser.
Vorteile:Das Buch bietet faszinierende Einblicke in die Geschichte und die Theorien zu den apokryphen Evangelien und dient als hilfreiches Nachschlagewerk. Es enthält wertvolle Aufsätze verschiedener Autoren, die den Einfluss dieser Texte auf die christliche Tradition und das christliche Denken erörtern, was es für akademische Zwecke informativ macht.
Nachteile:Das Buch ist recht dicht und könnte für Gelegenheitsleser zu komplex sein, da ihm die eigentlichen Evangelientexte fehlen. Viele Rezensenten waren der Meinung, dass es sich nicht für eine durchgehende Lektüre eignet, da es eher ein Studienführer als ein erzählendes Werk ist.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Non-Canonical Gospels
Dieses Buch enthält eine Sammlung kapitelweiser Abhandlungen über die wichtigsten der nichtkanonischen Evangelien. Eine besondere Stärke des Bandes besteht darin, dass er sich auf die Forschungen führender Experten auf diesem Gebiet stützt und die am heftigsten umstrittenen Fragen zu jedem Text klar und prägnant darlegt. Eine wichtige Funktion jedes Kapitels besteht darin, die aktuellen akademischen Debatten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Die Abhandlungen sind jedoch nicht nur Übersichten oder Überblicksartikel. Sie präsentieren auch neue Perspektiven zu einer Reihe von Punkten und bewerten kritisch die neuesten Trends in der Wissenschaft. Als solche bieten sie einen idealen Einstieg für fortgeschrittene Grundkurse und Masterstudiengänge.
Der Aufbau des Buches ist übersichtlich gegliedert. In der Einleitung wird die Bedeutung der nicht-kanonischen Texte sowohl für die ursprünglichen Leser als auch für das heutige Publikum hervorgehoben. In diesem Kapitel von Keith Elliott werden auch wichtige Momente der Rezeption einer Reihe dieser Texte in Kunst und Literatur nachgezeichnet. Es folgt eine Reihe von Kapiteln, die sich mit einzelnen Texten befassen. Texte wie das Thomasevangelium, das Petrusevangelium und das Marienevangelium werden aufgrund ihres mehr oder weniger starken Einflusses auf die historische Jesusforschung zuerst behandelt. Andere Texte werden in verschiedenen Untergruppen gruppiert: Die beiden Kindheitsevangelien folgen aufeinander, und auch die eher fragmentarischen Texte sind in der Anordnung eng miteinander verbunden. Das Buch stellt eine der umfassendsten und aktuellsten Erörterungen einer Reihe von Texten dar, die nach wie vor für Wissenschaftler und eine breitere Leserschaft von Interesse sind. Die Diskussionen sollten eine Reihe von populären Missverständnissen klären und eine fundiertere Debatte ermöglichen. Die Wissenschaftler, die an dieser Sammlung mitgewirkt haben, repräsentieren ein eklektisches Spektrum von Ansichten und theologischen Auffassungen. Es wurde kein Versuch unternommen, eine bestimmte Perspektive vorzuschreiben. Vielmehr wurden die führenden Experten konsultiert, um frische und anregende Abhandlungen zu verfassen.
Das Buch enthält u. a. Beiträge von Andrew Gregory (Oxford), Christopher Tuckett (Cambridge), April DeConick (Rice) und Simon Gathercole (Aberdeen).