Bewertung:

Das Buch über die Numidier bietet eine knappe Einführung in ein weniger bekanntes Thema der Militärgeschichte, wobei der Schwerpunkt auf der leichten Kavallerie und den wenigen historischen Aufzeichnungen liegt. Es ist zwar informativ und gut bebildert, aber es fehlt ihm an Tiefe in den Kampfbeschreibungen.
Vorteile:Gut bebildert und zugänglich, detaillierte Einblicke in die numidische Geschichte, gut als Nachschlagewerk geeignet, kompaktes Format, für Anfänger geeignet, Autor nutzt überlieferte Belege effektiv.
Nachteile:Begrenzter Umfang, der sich hauptsächlich auf die leichte Kavallerie konzentriert, fehlende Kampfbeschreibungen, fehlender chronologischer und geographischer Kontext, die Illustrationen sind nicht die besten unter Ospreys Angeboten.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
The Numidians 300 BC-AD 300
Diese faszinierende Studie kombiniert die neuesten archäologischen Forschungen mit einer Analyse der verfügbaren literarischen und nichtliterarischen Zeugnisse, um die Organisation, Ausrüstung und Taktik der numidischen Krieger zu untersuchen, die zwischen 300 v. Chr. und 300 n. Chr. als Teil der Armeen von Karthago und Rom in Konflikten im gesamten antiken Mittelmeerraum kämpften.
Die numidische leichte Kavallerie gehörte zu den bekanntesten Reitern der antiken Welt: Sie ritten ohne Sattel und Zaumzeug, trugen zur Verteidigung nur Fellschilde und hielten eine Handvoll leichter Speere in der Hand und waren für ihre schnellen Angriffe, ihren raschen Rückzug und ihre Fähigkeiten im Gefecht bekannt. Doch so sehr sie auch von ihren Verbündeten und Feinden respektiert wurden, wurden sie doch zu Unrecht wegen ihrer Disziplinlosigkeit, ihres vermeintlichen Mangels an Kultur und ihrer Tölpelhaftigkeit verspottet und als unzivilisierte, nomadische Barbaren jenseits der Grenzen der kultivierten, sesshaften Mittelmeerwelt abgetan. Die berühmte Darstellung der numidischen Reiter auf der Trajanssäule - barfüßige Reiter in einfachen Tuniken, rittlings auf winzigen Ponys - verstärkt diese Ansicht und ist das Bild, das fast überall reproduziert wird.
Neuere Forschungen haben jedoch gezeigt, dass es weitaus mehr Belege für die Rüstungen und Ausrüstungen der Numidier gibt, als bisher angenommen. Die in Stein gemeißelten Schilde und Panzer, die die Zierfriese der Steinaltäre von Kbor Klib und Chimtou in Nordafrika zieren, sind überzeugende Darstellungen numidischer Panoptiken und keine erbeuteten karthagischen Rüstungen, wie bisher angenommen wurde. In diesem Buch werden diese Forschungen zusammen mit einer genauen Untersuchung verschiedener antiker Texte vorgestellt, die zeigen, dass die Numidier auch Infanterie, Schleuderer, Bogenschützen und sogar Kriegselefanten in Konflikten im gesamten Mittelmeerraum, einschließlich Spanien, Griechenland, Norditalien und Thrakien, einsetzten. Alle diese Truppen werden in Original-Farbbildern zum Leben erweckt und durch Kapitel über ihre Waffen und Ausrüstung, Geschichte, Taktik und Organisation ergänzt.