
The Economy of Promises: Trust, Power, and Credit in America
Ein umfassender und aufschlussreicher Bericht über die Geschichte des Kredits in Amerika - und darüber, wie er weiterhin die Besitzenden von den Besitzlosen trennt.
The Economy of Promises ist eine weitreichende Studie über Kredite im Amerika des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts. Bruce Carruthers, der die Wirtschafts- und Sozialgeschichte zusammenfasst und überblickt, untersucht, wie Fragen des Vertrauens die moderne US-Wirtschaft zusammennähen. Im Falle des Kredits beinhaltet dieses Vertrauen die Verpflichtung der Schuldner, das Geld zurückzuzahlen, das sie von den Kreditgebern geliehen haben. Jedes Versprechen wirft eine grundlegende Frage auf: Warum vertraut der Kreditgeber dem Kreditnehmer?
Das Buch zeichnet den dramatischen Wandel von persönlichen qualitativen Urteilen hin zu den unpersönlichen quantitativen Messungen von Kreditscores und Ratings nach, die eine Kreditvergabe in viel größerem Umfang ermöglichen. Es wird erörtert, wie die Kreditvergabe durch den Schatten des Scheiterns und die Möglichkeit, dass Kreditnehmer ihre Versprechen brechen und ihre Schulden nicht zurückzahlen, geprägt wird. Es wird aufgezeigt, wie die Kreditmärkte durch die öffentliche Politik, regulatorische Änderungen und verschiedene politische Faktoren beeinflusst wurden. Und vor allem wird erklärt, wie Kredite mit wirtschaftlicher Ungleichheit interagieren und zu enormen und dauerhaften Unterschieden zwischen den Rassen und Geschlechtern beitragen - die durch die weit verbreitete Verwendung von Kreditbewertungen und -ratings für "Big Data" und algorithmische Entscheidungsfindung nur noch verschärft werden.
Die Ökonomie der Versprechen ist eine wichtige Studie über das Geflecht der Verschuldung, das das Leben der Amerikaner auf Gedeih und Verderb prägt und bestimmt, und erweckt das komplizierte und abstrakte Terrain menschlicher Interaktion, das wir Wirtschaft nennen, zum Leben.