Bewertung:

Das Buch untersucht den bedeutenden Einfluss der Oper auf die europäische Politik und Kultur seit dem 16. Jahrhundert und gibt Einblicke in die Art und Weise, wie die Oper historische Ereignisse und gesellschaftliche Veränderungen widerspiegelt und beeinflusst. Es richtet sich sowohl an Opernliebhaber als auch an allgemein an Geschichte und Kultur interessierte Leser.
Vorteile:Das Buch bietet eine faszinierende Analyse der Verflechtung der Oper mit historischen Ereignissen und kulturellen Veränderungen und stellt die Werke einflussreicher Komponisten und ihre Kommentare zur Gesellschaft vor. Es ist gut recherchiert, fesselnd und verbindet verschiedene Wissensgebiete. Viele Leser finden es lehrreich und wertvoll für das Verständnis sowohl der Oper als auch der historischen Zusammenhänge.
Nachteile:Einige Leser sind der Meinung, dass die These des Autors etwas zweideutig ist und es ihm schwer fällt, eine klare Beziehung zwischen dem Einfluss der Oper und historischen Ereignissen herzustellen. Außerdem leidet die elektronische Version unter Bildproblemen, so dass die gedruckte Ausgabe für den vollen Genuss und das Studium vorzuziehen ist.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Opera: The Autobiography of the Western World
Seit der ersten Aufführung der ersten Oper im Jahr 1600 werden in Opern Geschichten aus Mythos und Geschichte erzählt. Dieses Buch - beginnend mit der Schöpfung und endend in der Gegenwart - ist eine Chronologie von Mythen und Geschichte, wie sie in der Oper erzählt werden.
Über 260 Gemälde und Fotografien, die meisten in Farbe, begleiten die Erzählung. Warum waren bestimmte Mythen und historische Ereignisse zu bestimmten Zeiten wichtig? Warum wurden dieselben Mythen und historischen Ereignisse auf ganz unterschiedliche Weise erzählt? Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen zeichnet dieses Buch nach, wie sich der moderne Westen von der Autokratie zur liberalen Demokratie, vom theokratischen Absolutismus zum toleranten Pluralismus und vom Sexismus zur Gleichstellung der Geschlechter entwickelt hat. Es zeichnet die wachsende Skepsis gegenüber religiös inspirierter Kriegsführung und kolonialem Imperiumsaufbau nach.
Dies ist ein Buch für Geschichts- und Kunstliebhaber und für alle, die sich dafür interessieren, wie die westliche Welt von heute entstanden ist. Durch die Erforschung einer betörend schönen Kunstform wird eine Abfolge außergewöhnlicher Veränderungen beschrieben: die politischen, religiösen und sozialen Revolutionen, die den modernen Westen hervorbrachten.