Bewertung:

Das Buch „The Eastern Church in the Spiritual Marketplace“ von Amy Slagle bietet eine aufschlussreiche Analyse der orthodoxen Konversionen in Amerika. Es verbindet soziologische Untersuchungen, persönliche Anekdoten und detaillierte Charakterzeichnungen und bietet einen differenzierten Blick auf den Prozess der Konversion inmitten der Komplexität des modernen spirituellen Marktes. Während das Buch für seinen Tiefgang und seine akademische Strenge gelobt wird, wünschen sich einige Leser eine ausführlichere Darstellung bestimmter motivierender Aspekte der Bekehrung.
Vorteile:⬤ Faszinierendes und fesselndes Leseerlebnis.
⬤ Detaillierte und einfühlsame Erforschung des Bekehrungsprozesses durch eine soziologische Brille.
⬤ Reich an Anekdoten und Charakterskizzen.
⬤ Bietet eine kritische Analyse des spirituellen Marktplatzes und der Dynamik der religiösen Wahl.
⬤ Der Autor verbrachte viel Zeit in orthodoxen Gemeinden, was das Verständnis der Kirchen und der Erfahrungen der Konvertiten bereichert.
⬤ Einige Leser würden sich mehr Informationen über die Beweggründe für Konversionen wünschen, insbesondere in Kapitel
⬤ Begrenzte Erforschung der historischen Entwicklung und Vielfalt der orthodoxen Kirchen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Eastern Church in the Spiritual Marketplace: American Conversions to Orthodox Christianity
Wie viele Amerikaner sind die ostorthodoxen Konvertiten in dieser Studie Teilnehmer an dem, was Wissenschaftler heute als "spirituellen Marktplatz" oder Suchkultur mit wachsender religiöser Vielfalt und individueller Entscheidungsfreiheit bezeichnen, die die amerikanische Religionslandschaft nach dem Zweiten Weltkrieg prägt.
In dieser sehr lesenswerten ethnografischen Studie untersucht Slagle die Art und Weise, wie Konvertiten, Kleriker und lebenslange Kirchenmitglieder die Metapher des Marktplatzes verwenden, um ihr religiöses Leben zu beschreiben und zu leben. Slagle führte teilnehmende Beobachtungen und formale halbstrukturierte Interviews in orthodoxen Kirchen in Pittsburgh, Pennsylvania, und Jackson, Mississippi, durch. Pittsburgh, das unter orthodoxen Christen als das "Heilige Land" der nordamerikanischen Orthodoxie bekannt ist, bietet einen wichtigen Kontext für die Untersuchung des Zusammenspiels des orthodoxen Christentums mit den Hauptströmungen des amerikanischen religiösen Lebens. Slagles zweite Forschungsrunde in Jackson wirft ein Licht auf den amerikanischen Bible Belt, wo die Orthodoxe Kirche in Amerika in den letzten dreißig Jahren beträchtliche Ressourcen für den Aufbau von Missionsgemeinden bereitgestellt hat.
Nur relativ wenige ethnografische Studien haben das östlich-orthodoxe Christentum in den Vereinigten Staaten untersucht, und Slagles Buch füllt eine bedeutende Lücke. Dieses klar geschriebene Buch ist eine ideale Wahl für Kurse in Religionssoziologie und -anthropologie, zeitgenössischem Christentum und religiösem Wandel. Dieses Buch wird sowohl für Wissenschaftler des orthodoxen Christentums als auch für Geistliche und Laien, die sich für die östliche Orthodoxie interessieren, von großem Interesse sein.