Bewertung:

Das Buch „The Pentagon Wars“ von Colonel James Burton bietet eine kritische und detaillierte Darstellung des militärischen Beschaffungsprozesses, wobei der Schwerpunkt auf der Beschaffung von militärischem Gerät liegt. Es bietet historische Einblicke, persönliche Anekdoten und spricht Korruption und Ineffizienz innerhalb des Verteidigungsministeriums an. Obwohl das Buch sehr informativ und relevant für die aktuellen militärischen Praktiken ist, empfanden viele Leser den Schreibstil als repetitiv und übermäßig emotional.
Vorteile:⬤ Bietet einen detaillierten Einblick in den militärischen Beschaffungsprozess und seine historische Bedeutung.
⬤ Bietet persönliche Anekdoten und Berichte aus erster Hand von Colonel Burton.
⬤ hebt die Bedeutung von Rechenschaftspflicht und angemessenen Tests bei Verteidigungsprojekten hervor.
⬤ Kritische Betrachtung von Fragen der militärischen Beschaffung, informativ für alle, die sich für Militärpolitik interessieren.
⬤ Immer noch relevant für aktuelle Fragen der Verteidigungsausgaben und -politik.
⬤ Der Schreibstil wird als repetitiv und unstrukturiert kritisiert.
⬤ Viele Rezensenten empfanden den Tonfall als rachsüchtig und übermäßig emotional.
⬤ Einige meinten, das Buch sei eher eine persönliche Klage als eine strukturierte Erzählung.
⬤ Das Buch ist möglicherweise keine entspannende Lektüre, da es tief in beunruhigende Aspekte der militärischen Beschaffung und Korruption eintaucht.
(basierend auf 34 Leserbewertungen)
The Pentagon Wars: Reformers Challenge the Old Guard
Von den späten 1960er bis Mitte der 1980er Jahre führte eine kleine Gruppe von Militäraktivisten Krieg gegen die Korruption im Pentagon und forderte ein System heraus, von dem sie glaubten, dass es das Geld und das Vertrauen der Öffentlichkeit verschwendete. Das Buch untersucht die Bewegung und ihre Befürworter und beschreibt, wie das System auf die Kritik und die Bemühungen, akzeptierte Praktiken und eingefahrene Denkweisen zu ändern, reagierte.
Der Autor, ein Oberst der Luftwaffe und Teil der Bewegung, arbeitete vierzehn Jahre lang im Pentagon. Er präsentiert eine Sichtweise des Verteidigungsministeriums, die nur ein Insider bieten kann. Er deckt schwerwiegende Mängel im militärpolitischen Entscheidungsprozess auf, insbesondere in der Waffenentwicklung und -beschaffung. Die Details, die er über das unerbittliche Drängen auf High-Tech-Waffen trotz deren Ineffizienz und außerordentlichen Kostenüberschreitungen liefert, sind ein starkes Argument für den Vorwurf des ethischen Bankrotts.
Die zweite Hälfte des Buches befasst sich mit den Versuchen des Autors, die Ausrüstung an der Front unter Kampfbedingungen testen zu lassen. Zum ersten Mal erfährt der Leser die unangenehmen Details seines Kampfes mit der Armee um die Erprobung des Bradley-Kampffahrzeugs unter Einsatzbedingungen - ein Kampf, den er schließlich gewann und der zur Umgestaltung des Mannschaftstransporters und zur Rettung vieler Menschenleben führte.
James G. Burton, der nie zögert, Namen zu nennen und Details zu enthüllen, präsentiert einen eindringlichen Fall. Und seine Enthüllungen bieten Einblicke, die man sonst nirgendwo findet, in die Motivationen und Handlungen der Menschen, die von innen heraus die Macht ausüben. Auch vor den Mauern des Pentagon macht er nicht halt. In seinem Nachwort schildert er, was in den letzten Stunden des Golfkriegs vor Ort geschah und Husseins republikanischer Elitegarde die Flucht ermöglichte.
Dieser brisante Bericht über die Korruption von Insidern, der jetzt wieder gedruckt wurde, nachdem er einen HBO-Film inspiriert hat, wird den politischen Entscheidungsträgern sicher noch über Generationen hinweg dienen.