
Peruvian Foreign Policy in the Modern Era
Peruvian Foreign Policy in the Modern Era ist eine chronologische Abhandlung der peruanischen Außenpolitik von 1990 bis zur Gegenwart. Der Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen der Innenpolitik, der wirtschaftlichen Interessen, der Sicherheitsbelange und der Bündnisdiplomatie auf die zeitgenössische peruanische Außenpolitik.
Seit 200 Jahren konzentriert sich die peruanische Außenpolitik auf die Verwirklichung von Kernzielen, die für das Wohlergehen eines jeden Staates von zentraler Bedeutung sind, darunter Souveränität, territoriale Integrität, wirtschaftliche Unabhängigkeit, nationale Sicherheit und kontinentale Solidarität. Bei der Verfolgung dieser Ziele wurden Inhalt und Richtung der peruanischen Außenpolitik stark von den widersprüchlichen Forderungen nach Unabhängigkeit und Interdependenz beeinflusst, die von zahlreichen internen und externen Kräften bestimmt wurden. Eine Untersuchung der peruanischen Außenpolitik in der Neuzeit macht deutlich, dass sie nach wie vor durch eine enge Verknüpfung zwischen innen- und außenpolitischen Belangen gekennzeichnet ist, wobei innenpolitische Erwägungen häufig Aspekte der internationalen Haltung der Nation beeinflussen, wenn nicht sogar bestimmen. Auch Gewalt ist nach wie vor fester Bestandteil des peruanischen politischen Systems, und die Außenpolitik ist häufig ein Spiegelbild der Innenpolitik. Schließlich haben die Lage und Größe Perus, die Exportorientierung seiner Wirtschaft und die Beziehungen, die das Land zu regionalen und internationalen Mächten aufgebaut hat, nach wie vor einen starken Einfluss auf die heutige peruanische Außenpolitik. Wie bei vielen anderen Staaten blieben Souveränität, territoriale Integrität, Regionalismus, kontinentale Solidarität und wirtschaftliche Unabhängigkeit auch nach der Unabhängigkeit zentrale Ziele der peruanischen Außenpolitik.
In jüngster Zeit haben die aufeinanderfolgenden peruanischen Regierungen diese und ähnliche Fragen im Rahmen einer Außenpolitik behandelt, die auf Pragmatismus beruht und sich durch eine rationale Kombination aus Kontinuität und Wandel auszeichnet. Die Regierung Fujimori (1990-2000) hat die Weichen für diesen Wandel in Richtung, Ton und Inhalt der Außenpolitik des Landes gestellt, und die Regierung Toledo und ihre Nachfolger haben die von Fujimori eingeleiteten Initiativen weiterentwickelt und ausgebaut.