
Physics of Megathrust Earthquakes
Dieser aktuelle Band über die Physik von Megaschübebeben untersucht viele Aspekte des Erdbebenphänomens, von den geodynamischen Gegebenheiten von Subduktionszonen über interseismische und postseismische Verformungen bis hin zu Slow-Slip-Ereignissen, dynamischen Brüchen und der Tsunami-Erzeugung.
Die Dynamik des seismischen Zyklus an Megaschübe ist reich an verschiedenen Arten von Erdbeben, von denen viele erst vor kurzem entdeckt wurden. Unser frühes Verständnis des Erdbebenphänomens war eine Art Stick-Slip-Bewegung, bei der die Verwerfung über einen längeren Zeitraum durch tektonische Kräfte belastet wird, gefolgt von einem schnellen Versagen. Die umfassende seismische und geodätische Überwachung von Subduktionszonen hat ein sehr viel vielfältigeres seismisches Verhalten offenbart, bei dem episodisches Verwerfungsgleiten bei jeder beliebigen Gleitgeschwindigkeit zwischen der Hintergrundbelastungsrate, in der Größenordnung von einigen Atomen pro Sekunde, und dem schnellen seismischen Bereich, etwa einem Meter pro Sekunde, auftreten kann. Zu den Ereignissen, die die Lücke zwischen langsamem Kriechen und schnellen Ausbrüchen füllen, gehören eine Vielzahl langsamer Erdbeben. Subduktionszonen bieten daher ein natürliches Labor, um die Physik von Erdbeben und Verwerfungen besser zu verstehen.
Zuvor veröffentlicht in Pure and Applied Geophysics, Band 176, Ausgabe 9, 2019.
Die Kapitel "Interseismic Coupling and Slow Slip Events on the Cascadia Megathrust", "Effect of Slip-Weakening Distance on Seismic-Aseismic Slip Patterns", "Physics-Based Scenario of Earthquake Cycles on the Ventura Thrust System, California: The Effect of Variable Friction and Fault Geometry", und "A Secondary Zone of Uplift Due to Megathrust Earthquakes" sind als Open-Access-Artikel unter einer CC BY 4. 0-Lizenz unter link. springer.com verfügbar.