
The Politics of Cybersecurity in the Middle East
Cybersicherheit ist ein komplexes und umstrittenes Thema in der internationalen Politik.
Durch die Konzentration auf die „Großmächte“ - die USA, die EU, Russland und China - versäumen es Studien in diesem Bereich oft, die spezifische Politik der Cybersicherheit im Nahen Osten, insbesondere in Ägypten und den GCC-Staaten, zu erfassen. In diesen Ländern sind die Strategien und Praktiken im Bereich der Cybersicherheit mit denen der langjährigen Verbündeten in den USA und Europa verflochten und beruhen auf dem gegenseitigen Austausch von Daten, Kapital, Technologie und Fachwissen.
Gleichzeitig haben diese Staaten autoritäre Regierungssysteme, die eher an Russland oder China erinnern, einschließlich Ansätzen zu digitalen Technologien, die auf Souveränität und Überwachung ausgerichtet sind. Dieses Buch ist eine bahnbrechende Untersuchung der Politik der Cybersicherheit im Nahen Osten. Auf der Grundlage neuer Interviews und origineller Feldforschungen zeigt James Shires, wie der Begriff der Cybersicherheit von Staaten, Unternehmen und anderen Organisationen umgedeutet wird, um eine Vielzahl von Konzepten zu umfassen, darunter staatliche Konflikte, gezielte Spionageprogramme, inländische Informationskontrollen und ausländische Einmischung durch undichte Stellen und Desinformation.
Diese sich wandelnden Bedeutungen prägen sowohl wichtige technologische Systeme als auch die sozialen Beziehungen, die der digitalen Entwicklung zugrunde liegen. Doch wie auch immer der Begriff interpretiert wird, es ist klar, dass Cybersicherheit ein integraler Aspekt der aktuellen Politik in der Region ist.