
The Politics of Culture: Race, Violence, and Democracy
Die postmoderne Philosophie erweist sich als ein wertvolles Instrument, um den Bankrott der Laissez-faire-Wirtschaft und -Kultur aufzudecken und eine demokratische Politik zu entwickeln. Trotz der Behauptungen der Konservativen argumentieren Choi, Callaghan und Murphy, dass ein unbelasteter Markt den Pluralismus nicht fördert. Es bleiben Machtquellen intakt, die auf unterschiedliche Weise die Demokratie beschneiden. Die Postmoderne bietet eine Alternative zur konservativen Ideologie und liefert einen neuen Ansatz zur Förderung der sozialen Gerechtigkeit.
Die Proteste in Los Angeles im Frühjahr 1992 haben gezeigt, dass die Vereinigten Staaten eine gestörte Gesellschaft sind. Vor allem sind viele Menschen nicht in der Lage, Demokratie zu erleben. Dies ist der Fall, obwohl die amerikanische Gesellschaft immer vielfältiger wird. Bestimmte mächtige Interessen schränken die amerikanische Politik auf sehr wichtige Weise ein. Choi, Callaghan und Murphy zeigen anhand der postmodernen Philosophie auf, wie diese Kontrolle durch die Manipulation von Symbolen und anderen kulturellen Faktoren aufrechterhalten wird. Dementsprechend sei eine neue Symbolik erforderlich, bevor man von einem demokratischen, pluralistischen Gemeinwesen sprechen könne. Die Postmoderne wird auch herangezogen, um zu zeigen, wie eine demokratische Ordnung konzeptualisiert werden kann.
Im Gegensatz zu dem, was manche Kritiker behaupten, ist die Postmoderne eine weltliche Philosophie, die viel zu aktuellen Fragen zu sagen hat. Dieser kulturkritische Band wird für politische Philosophen, Soziologen und andere, die sich mit aktuellen sozialen und politischen Problemen befassen, von Interesse sein.