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The Politics of Black Joy: Zora Neale Hurston and Neo-Abolitionism
In der Vorkriegszeit setzten die Sklavenhalter die Freude der Schwarzen im Süden als Argument für die Versklavung ein und verbreiteten Bilder von „glücklichen Schwarzen“. Im Gegensatz dazu setzten die Abolitionisten die Trauer ein, indem sie die rassische Unterdrückung betonten.
Beide Argumente waren so wirkungsvoll, dass ein politisches Unbehagen an diesem Thema bis heute anhält. In The Politics of Black Joy (Die Politik der schwarzen Freude) watet Lindsey Stewart in diesen ungemütlichen Gewässern, indem sie Zora Neale Hurstons Verwendung des Konzepts der schwarzen Freude im Süden analysiert. Stewart entwickelt Hurstons Beiträge zur politischen Theorie und zur Philosophie der Ethnie, indem sie die Politik der Freude als Ablehnung des Neoabolitionismus einführt, einer politischen Tradition, die das Leben der Schwarzen im Süden auf Tragödie oder sozialen Tod reduziert.
Um die Politik der Freude zu entwickeln, stützt sich Stewart auf die Essays von Zora Neale Hurston, Beyonc's Lemonade und auf Persönlichkeiten aus verschiedenen Disziplinen, darunter Frederick Douglass, W. E.
B. Du Bois, Toni Morrison, Angela Davis, Saidiya Hartman, Imani Perry, Eddie Glaude und Audra Simpson.
Die Politik der Freude bietet Einsichten, die für die Gestaltung notwendiger neuer Wege in unserer heutigen Zeit von entscheidender Bedeutung sind. Die Politik der schwarzen Freude ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die daran interessiert sind, die gängigen Vorstellungen von schwarzer politischer Handlungsfähigkeit an der Schnittstelle von Geografie, Geschlecht, Klasse und schwarzer Spiritualität zu untersuchen.