Bewertung:

Das Buch „The Politics of Glamour, Democracy and Ideology in the Screen Actors Guild“ (Die Politik des Glamours, der Demokratie und der Ideologie in der Schauspielergewerkschaft) von Dr. David Prindle bietet eine umfassende historische Analyse der Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild (SAG), in der ihre Entwicklung von einer Gilde, die sich auf die Rechte der Arbeitnehmer konzentrierte, zu einer als politisch korrekt wahrgenommenen Gewerkschaft detailliert beschrieben wird. Prindle untersucht die Beiträge bedeutender Persönlichkeiten in der Geschichte der SAG und bleibt dabei neutral gegenüber den ideologischen Konflikten innerhalb der Organisation.
Vorteile:⬤ Detaillierte historische Darstellung der Entwicklung der Screen Actors Guild
⬤ fesselnder Schreibstil
⬤ präsentiert mehrere Perspektiven ohne Voreingenommenheit
⬤ informativ über die Kämpfe und Errungenschaften von Schauspielern
⬤ deckt ein breites Spektrum an einflussreichen Persönlichkeiten ab.
⬤ Könnte als übermäßig kritisch gegenüber dem aktuellen Zustand der SAG angesehen werden
⬤ könnte in seiner Darstellung der jüngsten Entwicklungen polarisiert sein
⬤ einige Leser könnten die historischen Details überwältigend finden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The Politics of Glamour: Ideology and Democracy in the Screen Actors Guild
Selten wird das Leben von Schauspielern abseits des Bildschirms untersucht, um Beweise für tiefes Denken oder guten Bürgersinn zu finden. Noch seltener werden die internen Abläufe der Gewerkschaften von der Öffentlichkeit unter die Lupe genommen. Doch wie David Prindle in seiner Untersuchung der Demokratie in der Screen Actors Guild zeigt, ist diese Schauspielergewerkschaft seit über 50 Jahren ein Schauplatz idealistischer, aber auch intensiver und hartgesottener politischer Manöver.
In The Politics of Glamour wird der Leser sich der Ernsthaftigkeit und des politischen Engagements von Menschen bewusst, die von der breiten Öffentlichkeit im Allgemeinen eher für ihre künstlerischen Fähigkeiten bewundert werden. Nach der Lektüre dieses Berichts über die Politik unter Amerikas Filmkönigen wird sich niemand mehr fragen, wo Ronald Reagan, ein ehemaliger SAG-Präsident, seine politische Ausbildung erhalten hat.
Neben der Analyse der Politik der SAG folgt der Autor jedoch einer guten Geschichte, wohin sie auch führt. Der Leser kann erwarten, dass er etwas über die politische Ökonomie Hollywoods und die amerikanische Arbeiterbewegung, den Wert von Berühmtheit innerhalb der Schauspielergemeinschaft, die Auswirkungen des technologischen Wandels und sogar ein bisschen Klatsch und Tratsch erfährt.