Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte der polnischen Marine von ihrer Wiederbelebung nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Zweiten Weltkrieg und beschreibt detailliert die Arten der eingesetzten Marineschiffe und ihre Bedeutung während des Konflikts. Es enthält eine Mischung aus Fotos, Illustrationen und Datentabellen zur Unterstützung der Erzählung.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert, deckt ein Thema ab, das Aufmerksamkeit brauchte, ist zügig erzählt und enthält nützliche visuelle Hilfsmittel wie Fotos aus der Zeit und moderne Illustrationen.
Nachteile:Für einige Schiffsklassen gibt es nur wenige Einträge, und die Beschreibungen sind für Leser, die eine ausführliche Darstellung der Laufbahn der einzelnen Schiffe suchen, möglicherweise nicht erschöpfend.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Polish Navy 1918-45: From the Polish-Soviet War to World War II
Dies ist eine reich bebilderte Studie über die polnischen Kriegsschiffe wie die Zerstörer der Grom-Klasse, die in den Zwischenkriegsjahren entwickelt und gebaut wurden.
Die Seestreitkräfte des neuen unabhängigen Polens wurden 1920 mit sechs ehemaligen deutschen Torpedobooten aufgestellt. Nach den deutsch-sowjetischen Übungen vor der polnischen Küste im Jahr 1924 wurden jedoch in aller Eile Mittel für Kriegsschiffe bereitgestellt. Zwei Zerstörer und drei U-Boote wurden in Frankreich gebaut, doch da Polen von deren Qualität enttäuscht war, bestellte es neue Schiffe, vor allem bei britischen und niederländischen Werften.
Im Sommer 1939 verfügte die polnische Marine über vier Zerstörer, fünf U-Boote, einen Minenleger, sechs Minensuchboote und eine Handvoll kleinerer Schiffe. Obwohl die Zerstörer der Grom-Klasse zu den schnellsten und am besten bewaffneten Zerstörern des Krieges gehörten, hatte die winzige polnische Flotte kaum eine Chance gegen die Kriegsmarine, und am 30. August wurden drei Zerstörer nach Großbritannien entsandt, gefolgt von zwei U-Booten, die der Internierung entkamen. Die restliche polnische Überwasserflotte wurde am 3. September versenkt.
Im Exil unterhielt die polnische Marine nicht nur eigene Schiffe, sondern auch Kriegsschiffe der Royal Navy, darunter einen Kreuzer, Zerstörer, U-Boote und Motor-Torpedoboote, die an der Seite der Alliierten in der Atlantikschlacht, bei den Arktis-Konvois und bei der Landung in der Normandie kämpften. In diesem detaillierten Bericht wird nicht nur der Beitrag der polnischen Marine zu den Kriegsanstrengungen der Alliierten beschrieben, sondern auch die Episode des polnischen Zerstörers Piorun, der es mit der Bismarck in einem einsamen Geschützduell aufnahm, das zur Versenkung des großen deutschen Schlachtschiffs führte.