Bewertung:

Die Rezensionen des Buches über die Präsidentschaft von Benjamin Harrison heben es als wertvolle Quelle für das Verständnis eines weniger bekannten Präsidenten hervor, wobei der Schwerpunkt auf dem historischen Kontext und der bedeutenden Gesetzgebung seiner Zeit liegt. Viele Leser finden jedoch, dass es an persönlichen Anekdoten und ansprechender Schreibe mangelt, und bezeichnen es oft als zu sachlich oder trocken.
Vorteile:⬤ Informative Quelle zur Präsidentschaft von Benjamin Harrison, die wichtige gesetzgeberische Errungenschaften und den historischen Kontext abdeckt.
⬤ Die einheitliche Gliederung der Reihe erleichtert das Nachschlagen.
⬤ Hervorgehoben werden Harrisons Integrität und sein einzigartiger Regierungsansatz, bei dem er das Beuteschema vermieden hat.
⬤ Bietet Einblicke in die Außenpolitik und den Übergang zum amerikanischen Imperialismus.
⬤ Gut für Leser, die das Goldene Zeitalter und die Präsidentschaften nach dem Bürgerkrieg verstehen wollen.
⬤ Der Schreibstil wird als steif und trocken beschrieben, was die Lektüre mühsam macht.
⬤ Konzentriert sich stark auf Fakten und Gesetzgebung und lässt persönliche Geschichten oder die Tiefe der Charaktere von Harrison vermissen.
⬤ Einige Leser fanden, dass es eher einem Lexikoneintrag als einer fesselnden Biografie ähnelt.
⬤ Diejenigen, die eine eher erzählerische Darstellung von Harrisons Leben suchen, werden sich nicht angesprochen fühlen.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
Presidency of Benjamin Harrison
Benjamin Harrison war ein früher Befürworter der amerikanischen Expansion im Pazifik, eine Schlüsselfigur bei so bahnbrechenden Gesetzen wie dem Sherman Anti-Trust Act und dem McKinley Tariff und einer der eloquentesten Redner des Gilded Age. Dennoch ist er nach wie vor einer der am meisten vernachlässigten und am wenigsten verstandenen Präsidenten der Welt. In dieser ersten interpretierenden Studie über die Harrison-Regierung beleuchten die Autoren den Charakter und die Politik unseres dreiundzwanzigsten Präsidenten und holen ihn aus dem langen Schatten seines charismatischen Außenministers James G. Blaine heraus.
Der aus Ohio stammende und aus Indiana stammende Anwalt Harrison eröffnete das zweite Jahrhundert der amerikanischen Präsidentschaft in einer sich rasch industrialisierenden und expandierenden Nation. Seine Antrittsrede spiegelte den Optimismus der Nation wider: "Die Masse unseres Volkes ist besser ernährt, gekleidet und untergebracht als ihre Väter es waren. Die Möglichkeiten der Volksbildung haben sich enorm erweitert und sind allgemeiner geworden. Die Tugenden des Mutes und des Patriotismus haben bewiesen, dass sie in den Herzen und im Leben unseres Volkes weiterhin präsent sind und an Kraft gewinnen".
Doch die Belastungen und Realitäten seines Amtes machten Harrison bald zu schaffen. Der größte Schlag kam zur Halbzeit mit den verheerenden Verlusten der Republikaner bei den Kongresswahlen 1890. In einer Zeit, in der die Republikaner den Kongress dominierten, untergruben diese Verluste Harrisons Position als Anwalt der Gesetzgebung - zumindest in innenpolitischen Fragen.
Sein Einfluss in der Außenpolitik war nachhaltiger. Einer der Höhepunkte dieser Studie ist der aufschlussreiche Blick auf Harrisons visionäre Außenpolitik, insbesondere gegenüber dem Pazifik. Socolofsky und Spetter legen überzeugend dar, dass Harrisons Bestreben, die hawaiianischen Inseln zu erwerben, während seiner Präsidentschaft zwar nicht verwirklicht wurde, seine Außenpolitik aber ein wichtiger Schritt in Richtung einer amerikanischen Kontrolle über Hawaii und einer amerikanischen Expansion im Fernen Osten war.