Bewertung:

Das Buch bietet eine komplexe und doch aufschlussreiche Erkundung des Monotheismus durch die Brille der Philosophie von Jean-Luc Nancy und bietet Klarheit über verschiedene theologische Unterscheidungen. Die Aufsätze, die von einer Mischung aus etablierten und neuen Wissenschaftlern stammen, sind besonders für diejenigen wertvoll, die mit Nancys Werk vertraut sind.
Vorteile:Leichter zu verstehen als Nancys Originale, klärt schwierige Unterscheidungen (z. B. Religion vs. Heiliges), neue Perspektiven auf den Monotheismus, wertvolle Beiträge sowohl von bekannten als auch von neuen Wissenschaftlern, vom Rezensenten als die beste theologische Diskussion angesehen, der er begegnet ist.
Nachteile:Für diejenigen, die mit der Philosophie Nancys nicht vertraut sind, ist das Buch dennoch schwer zu verstehen; es könnte Vorkenntnisse zum Thema erfordern, um es vollständig zu verstehen, und könnte für Leser, die auf klassische monotheistische Ansichten beschränkt sind, eine Herausforderung darstellen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Re-Treating Religion: Deconstructing Christianity with Jean-Luc Nancy
Eine der kompliziertesten und zweideutigsten Tendenzen in den heutigen westlichen Gesellschaften ist das Phänomen, das als "Hinwendung zur Religion" bezeichnet wird.
"In der Philosophie ist einer der originellsten Denker, der diese "Wende" kritisch hinterfragt, Jean-Luc Nancy. Re-treating Religion ist der erste Band, der sein Langzeitprojekt "Die Dekonstruktion des Christentums" analysiert, insbesondere seine Hauptaussage dazu in Dis-Enclosure.
Nancy begreift monotheistische Religion und Säkularisierung nicht als gegensätzliche Weltanschauungen, die einander zeitlich ablösen, sondern als aus ein und derselben Geschichte stammend. Diese Geschichte besteht in der paradoxen Tendenz, die eigenen Grundlagen - ob Gott, Wahrheit, Ursprung, Menschlichkeit oder Rationalität - in Frage zu stellen und sich selbst in der Leere dieser Infragestellung zu gründen. Nancy nennt diese einzigartige Kombination aus Selbstbestätigung und Selbstbegründung die "Selbstdekonstruktion" der westlichen Welt.
Das Buch enthält eine Diskussion mit Nancy selbst, der eine umfangreiche "Präambel" und einen abschließenden Dialog mit den Herausgebern des Bandes beisteuert. Die Beiträge folgen Nancy, indem sie die Komplexität der westlichen Kultur bis zum fortdauernden Erbe des Monotheismus zurückverfolgen, um die Spannungen und Unsicherheiten zu beleuchten, mit denen wir im 21.