Bewertung:

Cynthia Connollys „Saving Sickly Children“ erforscht die Geschichte der Kinderbewahranstalten Anfang bis Mitte des 20. Das Buch befasst sich mit den Absichten, die hinter diesen Einrichtungen standen, mit dem damaligen Kontext der öffentlichen Gesundheit und mit den Erfahrungen der Kinder, die dort lebten. Obwohl die wissenschaftliche Grundlage für die Präventorien oft schwach war, gibt der Autor einen umfassenden Überblick über ihre Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung und das Leben der Kinder.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und bietet eine fesselnde Erzählung über einen weitgehend vergessenen Aspekt der öffentlichen Gesundheit. Es wird für sein tiefes Verständnis der sozioökonomischen, moralischen und politischen Faktoren gelobt, die die Gesundheitsversorgung während der Tuberkuloseepidemie beeinflussten. Die Rezensenten empfehlen das Buch sehr für Fachleute im Gesundheitswesen und bringen zum Ausdruck, dass es wertvolle Einblicke und einen historischen Kontext bietet, der für die heutige Praxis relevant ist.
Nachteile:Einige Leser wünschten sich mehr Informationen über spezifische Praktiken in den Präventiveinrichtungen, z. B. über deren Philosophie und operative Strategien. Darüber hinaus empfanden einige Leser das emotionale Gewicht des Buches als Herausforderung, da es bei Personen, die das Leben in einem Präventorium erlebt haben, schwierige Erinnerungen wachruft.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Saving Sickly Children: The Tuberculosis Preventorium in American Life, 1909-1970
Nur wenige Krankheiten, die als "The Great Killer" und "The White Plague" bekannt sind, haben das amerikanische Leben so stark beeinflusst wie die Tuberkulose. Die Erkrankten zogen in die Berge oder in die Wüste, wo man glaubte, die Symptome lindern zu können.
Architekten entwarfen Häuser mit Schlafveranden und Veranden, damit die Erkrankten Zeit an der frischen Luft verbringen konnten. Die Krankheit entwickelte sogar eine eigene Konsumkultur mit Krankenbetten, Spucknäpfen, Sputumsammelgeräten und Desinfektionsmitteln. Das "Preventorium", eine Einrichtung zum Schutz der Kinder vor den Folgen der Krankheit, entstand in dieser Ära der progressiven Ideale der öffentlichen Gesundheit.
In diesem Buch liefert Cynthia A. Connolly eine provokative Analyse des öffentlichen Gesundheitswesens und der Familienfürsorge durch die Brille des Tuberkulose-Präventoriums.
Diese einzigartige Einrichtung sollte Tuberkulose bei bedürftigen Kindern aus Familien verhindern, die als unverantwortlich oder gefährdet galten, die Krankheit zu entwickeln. Sie enthielt jedoch auch tief verwurzelte Annahmen über Klasse, Rasse und ethnische Zugehörigkeit.
Connolly führt weiter aus, wie die in der Präventoriumsbewegung verankerten Themen zur Rettung von Kindern die Gesundheitsversorgung von Kindern und die Familienpolitik in den Vereinigten Staaten weiterhin prägen.