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The Revolution of Buddhist Modernism: Jōdo Shin Thought and Politics, 1890-1962
Als Reaktion auf die Kräfte des Kolonialismus und der Globalisierung im 19.
Jahrhundert bemühten sich buddhistische Reformer in ganz Asien, die buddhistischen Lehren, Praktiken und Institutionen zu modernisieren. Der "buddhistische Modernismus" war typischerweise durch den Unglauben an das Übernatürliche, die Ablehnung von Ritualen, die Deinstitutionalisierung und den Egalitarismus gekennzeichnet.
The Revolution of Buddhist Modernism (Die Revolution der buddhistischen Moderne) beschreibt den Umbruch, der sich in der Welt des japanischen Jōdo Shin (True Pure Land) Buddhismus vollzog, als der gelehrte Priester Kiyozawa Manshi (1863-1903) modernistische Reformen einleitete. Kiyozawa und seine Schüler, insbesondere Soga Ryōjin und Kaneko Daiei, stellten die Lehre vom Reinen Land als einen Weg zum Erwachen in der gegenwärtigen Welt dar und nicht als Wiedergeburt in einem fernen Reinen Land nach dem Tod. Diese Neuinterpretation der Lehre führte zu einer Reihe von revolutionären institutionellen Reformen, darunter neue erfahrungsorientierte Methoden des buddhistischen Studiums, die Demokratisierung der Sekteninstitutionen und eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem japanischen imperialistischen Staat.
Durch die Verbindung von Geistesgeschichte und Institutionsgeschichte zeigt The Revolution of Buddhist Modernism tiefe Verbindungen zwischen buddhistischem Denken, buddhistischen Institutionen und nationaler und globaler Politik auf. Es zeichnet die chaotische, faszinierende Geschichte nach, durch die modernistische buddhistische Ideen in buddhistischen Institutionen verankert und für buddhistische Gemeinschaften maßgebend wurden, und bietet dem Leser einen fesselnden, bodennahen Blick auf die buddhistische Moderne - und den Traditionalismus - in Aktion.