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Making the Revolution: Histories of the Latin American Left
Viele Darstellungen der lateinamerikanischen Linken des 20. Jahrhunderts gehen von einer Bewegung aus, die hauptsächlich von wohlhabenden städtischen Jugendlichen bevölkert war, deren naive Träume von der Revolution unter dem Gewicht ihres eigenen Elitismus, Rassismus, Sexismus und sektiererischen Dogmen zusammenbrachen.
Dieses Buch zeigt jedoch, dass die Geschichte der Linken sehr viel vielfältiger war. Viele Linke kämpften gegen Kapitalismus und Imperium und stellten sich gleichzeitig Rassismus, Patriarchat und Autoritarismus entgegen.
Ideologie und Praxis der Linken wurden oft von Linken aus marginalisierten Bevölkerungsgruppen geprägt, von den indigenen Gemeinschaften Boliviens in den 1920er Jahren bis zu den revolutionären Frauen der Guerillabewegungen El Salvadors in den 1980er Jahren. Anhand von zehn historischen Fallstudien aus zehn verschiedenen Ländern beleuchtet Making the Revolution einige der wichtigsten Forschungsarbeiten zur lateinamerikanischen Linken von führenden und aufstrebenden Wissenschaftlern und bietet ein notwendiges Korrektiv und einen wertvollen Beitrag zur modernen lateinamerikanischen Geschichte, Politik und Soziologie.