Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
The Role of Biofilms in the Development and Dissemination of Microbial Resistance within the Food Industry
Biofilme sind mehrzellige, sessile mikrobielle Gemeinschaften, die in hydratisierte extrazelluläre Polymermatrizen eingebettet sind. Ihre Bildung ist bei mikrobiellem Leben in den meisten Umgebungen üblich, während diejenigen, die sich auf Oberflächen der Lebensmittelverarbeitung bilden, im Zusammenhang mit der Lebensmittelhygiene von großem Interesse sind.
Biofilmzellen weisen Eigenschaften auf, die sich von planktonischen Zellen unterscheiden, insbesondere aufgrund ihrer notorischen Resistenz gegen antimikrobielle Mittel. Ein besonderes Merkmal von Biofilmen besteht darin, dass sie, wenn sie sich einmal gebildet haben, nur schwer zu beseitigen sind, selbst wenn regelmäßig sorgfältige Desinfektionsverfahren angewendet werden. In zahlreichen Forschungsarbeiten wurde untersucht, wie und warum an Oberflächen gebundene mikrobielle Gemeinschaften eine solche Resistenz entwickeln, wobei mehrere Mechanismen anerkannt werden können, z.
B. heterogene Stoffwechselaktivitäten, adaptive Reaktionen der Zellen, Diffusionsbeschränkungen, genetische und funktionelle Diversifizierung und mikrobielle Interaktionen.
Die in dieser Sonderausgabe enthaltenen Artikel befassen sich mit Biofilmen einiger wichtiger lebensmittelrelevanter Bakterien (darunter verbreitete Krankheitserreger wie Salmonella enterica, Listeria monocytogenes und Staphylococcus aureus sowie verderbnisverursachende sporenbildende Bazillen) und bieten neue Einblicke in ihre Resistenzmechanismen und Auswirkungen sowie neue Methoden (z. B.
Verwendung von schützenden Biofilmen, die von nützlichen Bakterien gebildet werden, Enzyme), die zur Überwindung der Resistenz und somit zur Verbesserung der Sicherheit unserer Lebensmittelversorgung und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit eingesetzt werden könnten.